App, PWA & Offline
Tunetorch läuft in jedem modernen Browser. Für den Alltag auf dem Gerät gibt es zwei Ausbaustufen: die installierbare PWA und die native Android-App.
PWA installieren
Tunetorch lässt sich auf Handy und Desktop zum Start- beziehungsweise Home-Bildschirm hinzufügen und läuft dann im Standalone-Modus ohne Browser-Leiste.
Den Weg zeigt dir Einstellungen → Reiter „App“ → Installation. Angeboten wird genau das, was zu deinem Gerät passt:
- Desktop — Hinweis auf Chrome/Edge und, sobald der Browser es anbietet, ein Jetzt installieren-Knopf.
- iOS — eine Anleitung („Teilen → Zum Home-Bildschirm“); eine eigene iOS-App gibt es nicht.
- Android — der Link zur nativen Tunetorch-App im Play Store (siehe unten), darunter die Web-App als Alternative.
Die App-Shell und die Cover-Bilder werden zwischengespeichert (Cover 30 Tage), Audio-Streams bewusst nicht. Updates laufen automatisch: Ein neuer Stand wird selbsttätig übernommen und die App lädt neu.
Die PWA setzt einen über HTTPS erreichbaren Server voraus — Service Worker registrieren sich nur über HTTPS oder
localhost. Siehe Konfiguration → Reverse-Proxy.
Native Android-App
Auf Android ist die native App die bessere Wahl: Sie hält die Wiedergabe in einem Vordergrund-Dienst außerhalb des Browser-Lebenszyklus — Hintergrund-Wiedergabe funktioniert damit zuverlässig, ganz ohne Akku-Ausnahmen.
Sie wird über den Google Play Store verteilt und von dort auch aktualisiert. Den Link findest du unter Einstellungen → App → Installation; dein Server muss dafür nichts bereitstellen.
Die App steht noch nicht im Store. Sie steckt gerade in der Veröffentlichung und kommt in Kürze — solange steht an der Stelle des Links ein entsprechender Hinweis. Bis dahin nutzt du Tunetorch auf Android als Web-App: einmal auf den Startbildschirm gelegt, öffnet es sich in einem eigenen Fenster. Was dabei fehlt, steht im nächsten Abschnitt.
Beim ersten Start trägst du die Server-Adresse ein — dieselbe, unter der du Tunetorch im Browser aufrufst. Die App kann mehrere Server nebeneinander verwalten.
Der Reiter „App“
Die Benutzer-Einstellungen haben einen eigenen Reiter App — mit unterschiedlichem Inhalt:
- Im Browser und in der PWA steht dort die Rubrik Installation (siehe oben).
- In der nativen App stehen dort die gerätelokalen, nicht synchronisierten Funktionen: ganz oben die App-Version, darunter die drei Speicher-Bereiche. Die Installations-Rubrik entfällt — die App ist ja bereits installiert.
Audio-Cache
Tunetorch legt bereits gehörte Titel gerätelokal ab — damit sie bei Funklöchern verfügbar bleiben und mobiles Datenvolumen gespart wird.
- Zuletzt gehörte Titel cachen (Standard aus) behält abgespielte Titel; ein LRU-Limit von 10 bis 200 Titeln begrenzt den Speicher.
- Speicher- und Titelanzeige aktualisieren sich live, während du hörst.
- Cache leeren räumt auf.
- Ändert sich das Original auf dem Server, wird die gecachte Fassung verworfen.
Downloads
Zusätzlich zum automatischen Cache lässt sich ein einzelner Titel, ein ganzes Album oder ein kompletter Interpret dauerhaft offline speichern: Optionen-Menü (⋮) → Offline herunterladen, mit Wahl der Qualität (Original / Hohe Qualität / Kleine Datei).
Solche Downloads bleiben — anders als der verdrängende Auto-Cache — erhalten, bis du sie selbst entfernst. Ohne Netz werden sie aus der lokalen Kopie bedient; die Hör-Statistik zählt weiterhin mit.
Verwaltet werden sie unter App → Downloads: Belegung und Titelanzahl, dahinter ein Verwalten-Dialog, der alle Downloads nach Album gruppiert auflistet — Mehrtitel-Alben aufklappbar, je Titel Qualitätsstufe und Format, mit Einzel-, Album- und Alle-entfernen.
Cover-Cache
Album- und Interpret-Bilder werden beim Anzeigen gerätelokal zwischengespeichert. Das macht das Blättern schneller und zeigt Cover auch offline. Belegung, Anzahl und ein Leeren-Knopf stehen unter App → Cover-Cache.
Alle drei Bereiche sind rein gerätelokal — sie werden nicht mit dem Server abgeglichen.
Offline-Modus
Die App startet auch ohne Netz und zeigt dann nur, was offline abspielbar ist: deine Downloads plus vollständig gecachte, bereits gehörte Titel.
Der Modus aktiviert sich automatisch, sobald das Gerät offline ist. Ein kurzer Status-Hinweis erscheint; solange der Modus aktiv ist, zeigt ein Offline-Symbol am Benutzernamen den Zustand dauerhaft an. Kommt das Netz zurück, wechselt die App zurück.
Manuell einschalten lässt er sich über Benutzermenü → Offline-Modus — etwa um vor einem Flug zu prüfen, was unterwegs verfügbar wäre.
Was im Offline-Modus gilt:
- Offline verfügbare Titel sind unabhängig von der Qualitätsstufe abspielbar. Abgespielt wird stets die lokale Kopie; liegt ein Titel in mehreren Qualitäten vor, gewinnt die beste. Die Qualitäts-Auswahl im Menü ist deshalb ausgeblendet.
- Server-Funktionen (Hochladen, Statistik, Playlists, Favoriten, Bearbeiten, Löschen, Export) sind ausgeblendet.
- Wiedergaben gehen nicht verloren: Die App sammelt sie lokal und meldet sie sofort bei Netz-Rückkehr nach — Statistik und Verlauf bleiben vollständig.
Mehrere Server
Damit du auch nach dem Öffnen weißt, wo du gerade bist, steht der von dir vergebene Verbindungsname ganz oben im Benutzermenü — in der App, nicht im Browser: Dort siehst du die Adresse ohnehin in der Adresszeile.
Ein Tipp auf diesen Namen öffnet die Server-Auswahl mit allen hinterlegten Verbindungen und deren Speicherbelegung: eine andere öffnen, eine bearbeiten oder entfernen, eine neue anlegen. Du wirst dabei nicht abgemeldet — gehst du mit der Zurück-Taste zurück, läuft alles weiter, die Wiedergabe eingeschlossen. Erst das Öffnen einer anderen Verbindung startet die App damit neu.
Einen eigenen „Abmelden"-Eintrag hat die App deshalb nicht mehr: Die Server-Auswahl meldet dich beim Öffnen einer Verbindung ohnehin automatisch wieder an. (Im Browser bleibt „Abmelden" wie gewohnt im Menü.)
Wird eine Verbindung gelöscht, meldet die App die Sitzung zuerst beim Server ab — beide Token sind damit sofort wertlos — und entfernt anschließend alle zu ihr gehörenden Downloads und Caches. Ohne Netz entfällt nur die Abmeldung; gelöscht wird trotzdem.
Die App reicht außerdem die echten Geräte-Ränder (Status- und Navigationsleiste, Kamera-Loch) an die Oberfläche weiter, damit nichts verdeckt wird — in jedem Layout, also auch auf dem Tablet im Querformat, wo die App die Desktop-Ansicht mit Kopfzeile und Seitenleiste zeigt.
Android Auto
Im Auto lässt sich die Bibliothek über vier Reiter durchblättern und per Sprachsuche abspielen — direkt über den nativen Kern, ohne dass das Handy-Frontend offen sein muss.
| Reiter | Inhalt |
|---|---|
| Home | Zuletzt hinzugefügte Alben, zuletzt gehörte Titel und Interpreten sowie die meistgehörten Interpreten, Titel und Alben. Diese Listen ziehen während der Fahrt nach. |
| Favoriten | Lieblings-Interpreten, -Alben und -Titel. |
| Playlists | Die eigenen Playlists. |
| Datenbank | Die vollständige Bibliothek nach Interpreten, Alben, Titeln, Genre und Jahr (Genre und Jahr jeweils untergliedert). |
Weitere Eigenschaften:
- Eigene Streaming-Qualität fürs Auto (Benutzer-Einstellungen → Wiedergabe → Android Auto), getrennt von der normalen App-Qualität.
- Wiedergabe fortsetzen (Standard an): Beim Antippen eines Titels aus einer Liste läuft die Liste ab diesem Titel weiter — auch dann, wenn du ihn über eine Buchstaben-Gruppe (s. u.) erreicht hast: Es läuft die ganze Liste weiter, nicht nur die Gruppe.
- Lange Listen erscheinen nach Buchstaben gruppiert. Android Auto kann eine Liste nur bis zu einer festen Größe entgegennehmen. Ab 200 Einträgen zeigt Tunetorch deshalb zuerst eine Buchstaben-Auswahl (A · B · C … · # für Ziffern und Sonderzeichen) und darin die Einträge. Wo die Reihenfolge Bedeutung hat — Playlists, „zuletzt gehört", Favoriten — wird stattdessen in Blöcke geschnitten („1–200", „201–400" …), damit die Reihenfolge erhalten bleibt.
- Cover erscheinen in allen Listen und in der Wiedergabe; Lautheits-Normalisierung, Equalizer und Wiedergabe-Meldung arbeiten wie in der App.
- Wenn die Bibliothek nicht geladen werden kann (z. B. Start in einem Funkloch), zeigt das Auto statt leerer Listen den Eintrag „Bibliothek konnte nicht geladen werden" — ein Tipp darauf startet einen neuen Versuch. Sobald das Gerät wieder Empfang hat, lädt die App die Bibliothek von selbst nach.
- Die gezeigte Bibliothek ist bereits pro Konto gefiltert — eingeschränkte Konten sehen nur ihre Freigaben. Voraussetzung ist, dass du zuvor einmal in der App angemeldet warst.
Kein Favorit-Herz im Auto: Favorisiert wird in der App. Ein eigener Knopf in der Auto-Wiedergabe-Ansicht ist wegen einer Einschränkung von Android Auto nicht zuverlässig darstellbar.
Hinweis: Wurde die App per APK-Datei installiert (statt aus dem Play Store), zeigt Android Auto sie nur mit aktivierter Entwickler-Option „Unbekannte Quellen“.