Benutzer & Rechte

Tunetorch ist für mehrere Personen gedacht, etwa für Familie, WG oder Freundeskreis. Jedes Konto hat eigene Playlists, Favoriten, Einstellungen und Statistiken und genau die Rechte, die es braucht.

Die Verwaltung findest du in den Server-Einstellungen im Reiter Benutzer (direkt nach „Überblick“). Sie steht nur Admins offen.

Konten anlegen

Beim Anlegen setzt du Benutzername und Passwort, die Rechte, ob das Konto eingeschränkt ist, und bei eingeschränkten Konten die zuständigen Betreuer.

In der Liste steht bei jedem Konto außerdem, wann es sich zuletzt angemeldet hat („noch nie“, wenn sich seit dem Anlegen niemand angemeldet hat).

Ganz oder gar nicht. Rechte, Einschränkung und Betreuer werden erst nach dem Anlegen gesetzt. Geht dabei etwas schief (Verbindung weg, Server neu gestartet), macht Tunetorch das Anlegen wieder rückgängig, statt ein Konto zu hinterlassen, das anders ist als gewollt. Die Meldung sagt dir, woran es lag, und deine Eingaben bleiben im Formular. Du kannst es also gleich noch einmal versuchen, allerdings mit einem anderen Namen: Das zurückgenommene Konto ist zum Löschen vorgemerkt, und sein Name bleibt bis zur endgültigen Löschung belegt (siehe „Konten löschen“ weiter unten).

Wie viele Konten möglich sind, hängt von der Version ab: bis zu 3 in der kostenlosen Version, bis zu 99 mit Tunetorch Pro.

Die Rechte

RechtErlaubt
AdminAlles: Server-Einstellungen, Benutzerverwaltung, Wartung, Logs, Export der gesamten Datenbank. Geht jeder anderen Regel vor.
MetadatenTitel, Alben, Interpreten, Genres, Cover, Biografien, Tags und Mitwirkende bearbeiten. Metadaten-Assistent, Internet-Bildsuche und MusicBrainz-Anreicherung nutzen (diese drei nur mit Pro). Eine Tunetorch-Datenbank mit Informationen (.ttdbl) importieren.
Audio hochladenDateien und Ordner hochladen und in die Bibliothek übernehmen. Zusammen mit Metadaten auch eine vollständige Tunetorch-Datenbank mit Musik (.ttdb) importieren.
Audio löschenTitel und Alben zum Löschen vormerken.
ExportAlben, Interpreten und Playlists exportieren.
DLNAAuf Geräte im Heimnetz casten.
Audio-CDs rippenCDs aus dem Laufwerk am Server in die Bibliothek übernehmen (CD rippen). Den Lese-Offset des Laufwerks setzen nur Admins.

Ein Konto ohne zusätzliche Rechte kann Musik hören, Playlists und Favoriten pflegen, seine Einstellungen ändern und seine Statistik ansehen. Für die meisten Mitbewohner reicht das völlig.

Ein paar Regeln setzt Tunetorch durch:

Ein eigenes Recht „Benutzer verwalten“ gibt es nicht. Konten verwalten nur Admins.

Der Besitzer

Über den Admins steht genau ein Konto: der Besitzer des Servers. Das ist das Konto, mit dem der Server eingerichtet wurde (genauer: der älteste Admin), oder das, dem der Besitz übertragen wurde. In der Liste trägt es das Abzeichen Besitzer.

Warum so: Wären alle Admins gleich, könnte jeder von ihnen den Besitzer aussperren — ihm das Admin-Recht nehmen, sein Passwort ändern oder sein Konto löschen. Der Preis: Ist der Besitzer nicht mehr erreichbar, kann ihn kein anderer Admin ersetzen. Dafür gibt es den Weg über den Server:

docker exec -it tunetorch tt besitzer              # zeigt den Besitzer
docker exec -it tunetorch tt besitzer <Benutzername>   # überträgt den Besitz

Übertragen lässt sich der Besitz nur auf ein aktives Admin-Konto.

Eingeschränkte Konten (Kinder und Gäste)

Du kannst ein Konto als eingeschränkt markieren. Es sieht dann nur die Musik, die ausdrücklich dafür freigegeben ist. Das prüft der Server, nicht nur die Oberfläche: Bibliothek, Startseite, Suche, Statistik und Android Auto zeigen nur freigegebene Inhalte, und Musik oder Cover gesperrter Inhalte liefert der Server gar nicht erst aus. Auch über die Adresszeile kommt man nicht daran vorbei.

Betreuer statt Admin

Was freigegeben ist, legt nicht der Admin fest. Er ordnet dem Konto beim Anlegen mindestens einen Betreuer zu, und die Betreuer treffen dann die eigentliche Auswahl.

Ein Betreuer findet in seinem Benutzermenü den Eintrag „<Name> bearbeiten“. Dort legt er in aufklappbaren Listen fest, was das Konto hören darf:

Freigabe nachWirkung
GenreAlle Titel und Alben dieses Genres.
InterpretAlle Titel und Alben dieses Interpreten, auch Gastbeiträge und Gemeinschaftsalben.
Einzelne TitelGenau diese Titel.

Die drei Wege lassen sich kombinieren. Eine Zusammenfassung zeigt die Auswahl eingerückt als Interpret › Album › Titel, sodass du das Ergebnis auf einen Blick prüfen kannst. Sie zeigt genau das, was der Server auch freigibt, Gastbeiträge eingeschlossen.

Eine Freigabe nach Interpret gilt für einzelne Titel. Auf einem Sampler mit 20 Titeln wird genau der eine Titel des freigegebenen Interpreten sichtbar, nicht das ganze Album. Gemeinschaftsalben und Gastbeiträge zählen dabei mit.

Der Gedanke dahinter: Entscheiden soll, wer die Musik kennt und einschätzen kann, und das ist nicht unbedingt die Person mit den Admin-Rechten.

Passwörter

Angemeldet bleibst du über zwei geschützte Cookies. Wie lange sie gelten, stellt der Admin ein (siehe Sicherheit & Datensicherung).

Admin-Passwort zurücksetzen

Hat der Besitzer das Passwort eines anderen Admin-Kontos vergessen, gibt er ihm in der Benutzerverwaltung ein neues. Kommt niemand mehr hinein, der das darf — das verlorene Konto ist selbst der Besitzer, oder der Besitzer ist nicht erreichbar —, geht es über den Server, direkt im laufenden Container und ohne die Datenbank anzufassen:

docker exec -it tunetorch tt admin-reset <Benutzername>

Der Befehl fragt noch einmal nach und setzt das Konto dann auf das voreingestellte Passwort BITTE_ÄNDERE_MICH zurück.

Melde dich gleich danach an. Beim ersten Anmelden verlangt Tunetorch ein neues Passwort. Bis dahin hat das Konto ein Passwort, das jeder kennt. Auf einem Server, der aus dem Internet erreichbar ist, erledigst du das sofort und lässt es nicht über Nacht liegen.

Weißt du den genauen Benutzernamen nicht mehr, gib irgendeinen ein. Bei einem falschen Namen zeigt der Befehl alle vorhandenen Admins an.

Was der Befehl bewusst nicht tut

Ist das eine Sicherheitslücke? Nein. Wer auf dem Server docker exec ausführen darf, könnte die Datenbank auch direkt bearbeiten. Über das Netz ist der Befehl nicht erreichbar.

Konten löschen

Selbst löschen

Jeder kann sein Konto unter Benutzer-Einstellungen → Konto selbst löschen, nach einer Sicherheitsabfrage. Das Konto wird zum Löschen vorgemerkt und sofort abgemeldet. Anmelden kann man sich damit danach nicht mehr.

Der letzte Admin (und der letzte Benutzer überhaupt) kann sich nicht löschen.

Als Admin löschen

In der Detailansicht eines Kontos kann ein Admin es löschen, mit einer zusätzlichen Rückfrage. Auch hier wird es zunächst nur vorgemerkt.

Die Aufbewahrungsfrist

Vorgemerkte Konten und Titel sind sofort nicht mehr nutzbar, werden aber erst nach einer einstellbaren Frist (Standard 28 Tage) endgültig gelöscht. Bis dahin kann ein Admin unter Server-Einstellungen → Zum Löschen vorgemerkt die Löschung zurücknehmen oder sofort ausführen.

Der Benutzername bleibt bis zur endgültigen Löschung belegt. Willst du ihn neu vergeben, bekommst du eine Meldung, die das erklärt, statt eines rätselhaften „schon vorhanden“.

Mit dem Konto verschwinden Playlists, Favoriten, Einstellungen und der persönliche Verlauf. Übrig bleibt nur der anonyme Zähler, wie oft ein Titel gespielt wurde. Er lässt keine Rückschlüsse auf Personen zu.

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