Server verwalten

Den Admin-Bereich öffnest du über Server-Einstellungen im Benutzermenü. Fast alles darin gilt ohne Neustart. Den Container musst du nur anfassen, wenn sich Pfade oder Netzwerk-Einstellungen ändern.

Überblick und Server-Status

Der erste Reiter zeigt, wie es dem Server gerade geht:

Die Zeile mit dem Kanal siehst du nur, wenn dein Image nicht der Normalfall ist. Betreibst du ein veröffentlichtes Image, steht der Kanal auf prod, und die Zeile fehlt. Steht dort dev, läuft ein Entwicklungsstand. Er hat zusätzlich ein DEV-Etikett neben dem Tunetorch-Schriftzug, ein eigenes App-Symbol und heißt auf dem Startbildschirm „Tunetorch Dev". So kannst du beide nebeneinander betreiben, ohne sie zu verwechseln.

Wenn dir etwas seltsam vorkommt, schau zuerst hier nach.

Wartung & Cron-Tasks

Tunetorch hält sich selbst in Ordnung. Für jede Aufgabe legst du fest, ob sie an oder aus ist und ob sie in einem festen Abstand oder zu einer oder mehreren festen Uhrzeiten läuft. Mit Jetzt ausführen startest du jeden Task sofort.

Eine Ausnahme gibt es: Laufendes Aufräumen hat keinen An/Aus-Schalter, sondern den Vermerk Läuft immer. Es hält Sicherheitsdaten, Zwischenspeicher und Kopien fürs Casting klein. Ohne diesen Task würden sie immer weiter wachsen. Wann er läuft, kannst du aber einstellen.

TaskWas er tutStandard
Laufendes AufräumenRäumt laufend weg, was im Betrieb anfällt: abgelaufene IP-Sperren und Anmeldeversuche, überzählige Titel im Zwischenspeicher für umgewandelte Dateien und übrig gebliebene Casting-Kopien.läuft immer, alle 10 min
Lautheit messenMisst die Lautheit (LUFS) von Titeln, die noch keinen Wert haben.aus
Musikbibliothek scannenLiest den eingehängten Musikordner neu ein.aus
Vorgemerkte endgültig löschenLöscht vorgemerkte Titel und Konten, wenn die Frist abgelaufen ist.an, nachts
Datenbank bereinigenEntfernt verwaiste Einträge (Interpreten, Alben, Cover ohne Titel) und prüft, ob Datenbank und Dateien zusammenpassen. Bilder und umgewandelte Dateien, zu denen es keinen Eintrag mehr gibt, löscht er nach einem Tag; deine Musikdateien selbst fasst er dabei nie an.an, nachts
Datenbank komprimierenGibt Speicherplatz frei, der belegt, aber nicht mehr genutzt ist.an, nachts
Tunetorch-Pro-Lizenz erneuernFragt den aktuellen Lizenz-Status ab, wenn ein Pro-Code eingetragen ist.aus, bis ein Pro-Code eingetragen ist, dann an, täglich

Die drei häufigen Aufräumarbeiten sind ein Task, weil sie sowieso zusammen laufen und keine davon abgeschaltet werden soll. Deshalb hat er auch keinen Schalter.

Zwei Tasks sind ab Werk aus:

Die Pro-Lizenz-Erneuerung richtet sich nach deinem Server. Ohne eingetragenen Pro-Code steht sie auf aus und nimmt keinen Kontakt nach außen auf. Sobald du einen Code einträgst, ist sie von selbst an. Du musst dafür nichts umstellen.

Zwei Werte stellst du direkt beim jeweiligen Task ein: wie viele Titel die Lautheitsmessung pro Durchgang bearbeitet und wie lange vorgemerkte Einträge aufbewahrt werden. Die Grenze für den Zwischenspeicher umgewandelter Titel (Standard 100 Titel) findest du dagegen in den Server-Einstellungen unter Erweitert → Konvertierte Titel.

Die Tasks laufen im 10-Minuten-Takt. Deshalb lassen sich Abstände und die Minuten fester Uhrzeiten nur in Zehnerschritten einstellen.

Log-Viewer

Hier siehst du die Server-Logs von der letzten Stunde bis zu 28 Tagen direkt in der Oberfläche. Filtern kannst du nach:

Alle drei Auswahlfelder kannst du schon vor dem ersten Abruf einstellen, und sie wirken beim Abruf selbst. Das ist wichtig: Pro Abruf kommen höchstens 5.000 Zeilen, und diese Grenze zählt nur die gefilterten Einträge. „Nur Fehler" zeigt deshalb auch dann alle Fehler, wenn das Log übervoll ist, und nicht nur die paar, die zufällig in den letzten 5.000 Zeilen stehen. Nach dem ersten Abruf lädt jede Änderung an Zeitraum, Level oder Quelle das Ergebnis neu.

Die Liste der Quellen füllt sich beim ersten Abruf. Sie zeigt immer alle Quellen im Zeitraum, auch wenn du gerade nach einer bestimmten filterst.

Ältere, schon weggeräumte Logdateien liest der Viewer mit. Der Verlauf hat also keine Lücken.

Jede Zeile beginnt mit einem Code wie [TT-DLNA-012]. In welcher Sprache der Rest der Zeile steht, legst du unter Sprache der Server-Logs fest; der Code ist in beiden Sprachen derselbe. Nur Zeilen der Stufe DEBUG tragen keinen, sie sind für die Entwicklung gedacht und bleiben deutsch.

Auch Fehler der Android-App landen hier (Quelle „app“). Die App meldet sie selbst, nach einem Netzausfall eben etwas später.

Zum Löschen vorgemerkt

Diese Rubrik zeigt alles, was auf die endgültige Löschung wartet:

Bei jedem Eintrag steht, wann er endgültig gelöscht wird, und es gibt zwei Aktionen:

AktionWirkung
WiederherstellenNimmt die Vormerkung zurück. Der Titel ist sofort wieder da.
Endgültig löschenLöscht sofort, nach einer Sicherheitsabfrage.

Das automatische Löschen erledigt der Wartungs-Task. Die Frist (Standard 28 Tage) stellst du direkt dort ein. 0 heißt: beim nächsten Durchlauf sofort.

Export-Sitzungen

Hier siehst du als Admin alle Exporte aller Konten mit Status, Fortschritt und wer sie gestartet hat. Mit dem Knopf Gesamte Musik-Datenbank exportieren startest du den Export der ganzen Bibliothek.

Export-Sitzungen werden nicht automatisch aufgeräumt (ein Export kann Stunden dauern). Sie bleiben, bis jemand sie löscht. Mehr dazu unter Musik exportieren.

Sammlungs-Import

Ist ein Import-Ordner eingehängt, erscheint ganz oben eine Import-Box mit Fortschritt, Fehlerliste und früheren Läufen. Siehe Bibliothek befüllen.

CD rippen

Unter Audio & Wiedergabe findest du die Rubrik CD rippen. Dort stehen der Hauptschalter (ab Werk aus; beim Einschalten fragt Tunetorch wegen der Abfrage bei AccurateRip nach), die AccurateRip-Prüfung und die Laufwerke. Ein erkanntes Laufwerk musst du erst zum Rippen freigeben; nur freigegebene erscheinen beim Rippen, und nur eine CD in einem freigegebenen Laufwerk lässt den Menüeintrag erscheinen. Beim Freigeben wird der Lese-Offset gleich erkannt, wenn eine bekannte CD einliegt; sonst trägst du ihn von Hand ein oder lässt ihn später erkennen. Ein freigegebenes Laufwerk bleibt auch abgesteckt in der Liste, damit du die Freigabe entziehen kannst. Darunter siehst du die offenen Rips aller Konten: gelesene CDs, die noch niemand übernommen oder verworfen hat, mit Besitzer und belegtem Platz. Sie laufen nicht ab. Hier verwirfst du, was liegen geblieben ist. Wie das Laufwerk in den Container kommt und wie ein Rip abläuft, steht unter Bibliothek befüllen.

Tags verwalten

Tags pflegst du zentral: Name, Farbe, Beschreibung.

Zehn Standard-Tags bringt jeder Tunetorch-Server mit: Live · Acoustic · Remaster · Instrumental · Cover · Remix · AI · Orchestral · Demo · A Cappella. Sie beschreiben die Aufnahme, nicht die Veröffentlichung, also das, wonach man in einer Bibliothek wirklich filtert. Bei ihnen kannst du nur die Farbe ändern. Name und Beschreibung stehen fest, und löschen lassen sie sich nicht. Der Grund ist der Austausch zwischen Servern: Tags wandern über die Dateinamen und Metadaten beim Export mit, und ein anderer Tunetorch-Server erkennt sie an ihrem Namen wieder. Könnte man die Namen ändern, käme dort ein zweiter Tag daneben an. Hast du selbst schon einen Tag angelegt, dessen Name mit einem Update zum Standard-Tag wird, übernimmt Tunetorch ihn: Zuweisungen und Farbe bleiben, Name und Beschreibung folgen danach dem Standard.

Zwei davon sind eng gemeint: AI heißt „die Aufnahme wurde von einer KI erzeugt“, nicht „irgendwo im Studio war KI im Spiel“. Orchestral heißt „mit Orchester eingespielt“, nicht „das ist Orchestermusik“ (dafür gibt es das Genre).

Alle weiteren Tags legst du selbst an und kannst sie frei umbenennen, umfärben und löschen. Zugewiesen werden sie im Metadaten-Editor. Jeden Namen gibt es nur einmal, auch in anderer Schreibweise: Neben „Bootleg“ lässt sich kein „bootleg“ anlegen, neben „Straße“ kein „STRASSE“. Ein anderer Server würde die beiden beim Import nicht auseinanderhalten.

Bilder neu erzeugen

Neue Bildmaße gelten erst einmal nur für Bilder, die ab jetzt dazukommen. Was schon in der Bibliothek liegt, behält seine bisherige Auflösung. Deshalb fragt Tunetorch nach dem Speichern der Bildqualität, ob die vorhandenen Bilder neu erzeugt werden sollen, und sagt dir, wie viele es sind. Dieselbe Frage kommt nach einem Zurücksetzen auf die Standardwerte. Wählst du „Später", kannst du es jederzeit mit dem Knopf Alle Bilder neu erzeugen in derselben Rubrik nachholen.

Neu erzeugt wird immer aus dem gespeicherten Original, nie aus einer schon verkleinerten Fassung. Auch mehrere Änderungen nacheinander kosten deshalb keine Qualität, und du kannst jederzeit wieder zu größeren Maßen zurück. Die Originale bleiben unverändert.

Das gilt für Album-Cover und für Bilder von Interpreten und Personen.

Es läuft immer nur ein Neuaufbau gleichzeitig. Startet ihn jemand ein zweites Mal, etwa in einem anderen Tab oder von einem zweiten Admin-Konto, lehnt der Server das ab, statt dieselbe Arbeit doppelt zu machen. Auf kleiner Hardware ist das der Unterschied zwischen „dauert“ und „steht“.

Zeitzone

Der Server läuft ab Werk in Europe/Berlin. Du wählst die Zeitzone hier aus der vollständigen IANA-Liste, und sie gilt sofort. Sie wirkt auf die Zeitstempel im Log, alle Datumsangaben und die festen Uhrzeiten der Wartungs-Tasks.

Dieser Standard gilt für neue Installationen. Ein Server, der vor September 2026 eingerichtet wurde, behält seinen damaligen Wert (meist UTC). Bestehende Einstellungen ändert Tunetorch nicht.

Sprache der Server-Logs

Die Rubrik steht im Reiter System & Wartung, direkt unter der Zeitzone. Ab Werk schreibt der Server sein Log auf Deutsch, hier stellst du es auf Englisch um. Die Umstellung gilt nach spätestens 30 Sekunden für jede neue Zeile, auch in den Hintergrund-Prozessen für Casting und CD-Rippen. Was schon im Log steht, bleibt, wie es ist.

Der Code am Anfang jeder Zeile ([TT-DLNA-012]) ändert sich dabei nicht. Nenn ihn, wenn du nach Hilfe fragst: Dann findet man die Zeile, egal in welcher Sprache das Log gerade läuft.

Alle Einstellungen zurücksetzen

Jede Rubrik hat oben einen ↺-Knopf, der ihre Werte auf den Standard zurücksetzt. Vorher zeigt er dir, was sich ändert. Siehe Konfiguration.

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