Musik exportieren

Der Export holt Musik samt Metadaten wieder aus Tunetorch heraus — für ein Backup, für den MP3-Player im Auto, für die Weitergabe an eine andere Tunetorch-Instanz.

Er braucht das Recht Export; der Gesamt-Datenbank-Export ist Admins vorbehalten.

Der normale Export ist frei. ZIP und Ordner am Server, in Original-Qualität oder umgewandelt, samt Cover und Begleitdateien — dafür braucht es kein Abo. Deine Musik bekommst du jederzeit wieder heraus. Zwei Varianten gehören zu Tunetorch Pro: die .ttdb und der Gesamt-Datenbank-Export — die beiden bequemen Wege, eine ganze Sammlung samt Musik in einer Datei umzuziehen. Die schlanke .ttdbl (Infos ohne Musik) bleibt ausdrücklich frei: Sie ist der Weg, gepflegte Informationen weiterzugeben, und genau das soll nicht am Abo hängen.

Einen Export starten

Der Export ist kontextgetrieben: Du startest ihn über den Eintrag Audio-Exportieren im Optionen-Menü (⋮) eines Albums oder Interpreten. Quelle und Export-Name (Interpret beziehungsweise „Interpret - Album“) sind damit schon gesetzt.

Den Überblick über laufende und fertige Exporte findest du über den Eintrag Audio-Export im Benutzermenü — dort wird auch konfiguriert, wie exportiert wird.

Die Optionen

Audio

OptionAuswahl
ModusOriginal-Datei unverändert kopieren oder konvertieren
CodecOpus, MP3 oder AAC/M4A
Bitratefrei wählbar; alle drei Codecs zielen auf die beste Qualität für die gewählte Bitrate

Hi-Res-Quellen über 48 kHz werden bei MP3 und AAC vorher sauber heruntergerechnet. Verlustbehaftete Codecs gewinnen bei begrenzter Bitrate nichts aus Hi-Res.

Umfang (nur beim Interpret-Export)

UmfangEnthält
Nur eigene AlbenDie Alben des Interpreten, inklusive seiner Gemeinschaftsalben.
Alle TitelZusätzlich seine Beiträge auf Samplern und seine Gastbeiträge.

Cover

Ordner und Dateinamen

Zwei Vorlagen:

Interpret/Jahr - Album/Nr - Interpret - Titel        (mit Interpret-Ordner)
Interpret - Jahr - Album/Nr - Interpret - Titel      (ohne Interpret-Ordner)

Dazu das Zielsystem für die Datei- und Ordnernamen — drei Stufen, jede höhere macht zusätzlich alles, was die niedrigere macht:

Nimm „Windows / NAS / USB", wenn das Ergebnis auf ein NAS, einen Windows-Rechner, einen USB-Stick oder ein Autoradio soll. Eine NAS-Freigabe ist fast immer eine Windows-Freigabe (SMB) — ein Album mit einem Doppelpunkt oder Fragezeichen im Namen lässt sich dort sonst nicht ablegen, obwohl der Export selbst fehlerfrei durchgelaufen ist.

„Ohne" heißt nicht „gar nichts". Vier Dinge passieren in jeder Stufe, weil die Datei sonst gar nicht erst entstünde: Der Schrägstrich / wird ersetzt (er trennt Pfade — aus „AC/DC" würde sonst ein Ordner „AC" mit einer Datei „DC"), Steuerzeichen fallen weg, . und .. als ganzer Name werden zu _, und sehr lange Namen werden gekürzt. Der Unterschied zwischen „Ohne" und „Linux / macOS" ist damit genau der Backslash: Unter Linux ist er ein ganz normales Zeichen, beim Kopieren nach Windows zerfällt der Name daran in Ordnerstufen.

Begleitdateien pro Interpret

DateiInhalt
.txtStatistik (Anzahl Alben und Titel, Gesamtspielzeit) und eine Titel-Tabelle pro Album.
.ttdbl„Interpret-Informationen“ als Begleitdatenbank: alle gesammelten Daten ohne die Musik — Stammdaten, Biografie, Künstlerbild, aktuelle und frühere Besetzungen inklusive Personenfotos, Alben, Titel, Cover und Tags, dazu Ersteller und Zeitpunkt. Zum Nachschlagen und zum Weitergeben von Informationen an eine andere Tunetorch-Instanz.

Gemeinschaftsalben

Exportierst du einen Interpreten, kommen seine Gemeinschaftsalben mit — auch wenn sie intern beim Partner geführt werden.

Solche Alben landen standardmäßig in einem eigenen Ordner mit beiden Namen („Beth Hart & Joe Bonamassa“). Das ist kein Detail: Dadurch entsteht die Platte auch dann nur einmal, wenn du beide Interpreten nacheinander ins selbe Zielverzeichnis exportierst. Wahlweise sortierst du sie stattdessen beim exportierten Interpreten ein.

In der Musikdatei steht der zusammengesetzte Name im ARTIST-Tag und zusätzlich die Einzelnamen in ARTISTS — ein späterer Re-Import kann die Beteiligten damit wieder auseinanderhalten.

Gastbeiträge kommen nur beim Umfang „Alle Titel“ mit und ändern den Ordner nicht.

Welche Tags geschrieben werden

title, artist, album, album_artist, track, date, genre, composer, disc und comment (der die geteilte Notiz trägt). Dazu deine private Notiz in einem eigenen Tag — nur deine eigene, nie die anderer Konten, und nur in Formaten, die eigene Tags tragen können (bei M4A gewinnt stattdessen das Cover).

Das Ergebnis

VarianteWerErgebnis
ZIPalleFertige Datei zum Herunterladen.
Ordner am ServerAdminBleibt als Verzeichnis im Datenbereich liegen.
Tunetorch-Datenbank (.ttdb)Admin · ProEine einzige, selbstenthaltende Datei.

Die Tunetorch-Datenbank (.ttdb)

Sie exportiert alle Titel des Interpreten als Original zusammen mit sämtlichen Informationen — Künstler, Künstlerbild, Biografie, Besetzung, Cover und die vergebenen Tags — in einer einzigen Datei, inklusive der Angabe, wer sie wann erstellt hat.

Gedacht ist sie zur Weitergabe und zum späteren Import in eine andere Tunetorch-Instanz. Ist sie gewählt, entfallen Audio-Qualität, Cover und Ordnungs-/Namensregeln — alles liegt im Original in der Datenbank.

Sie setzt ein aktives Pro-Abo voraus. Ohne Pro ist die Auswahl gekennzeichnet und nicht anwählbar; ZIP und Ordner am Server bleiben unverändert offen.

Was bewusst nicht mitkommt: alles, was an einem Benutzerkonto hängt — private Notizen, Favoriten, Playlists, Hörbuch-Fortschritt und Wiedergabeverlauf. Diese Daten gehören zu deinem Konto auf diesem Server und wären auf einer anderen Instanz nicht zuzuordnen; bei einer Weitergabe an andere hätten sie dort ohnehin nichts verloren. Auch die Wiedergabe-Zähler bleiben zurück: Sie beschreiben, wie oft auf diesem Server gehört wurde.

Bei den Tags reist nur der Name mit, nicht die Farbe. Kennt die Zielinstanz denselben Tag bereits, behält sie ihre eigene Farbe.

Die .ttdbl der Begleitdateien ist die schlanke Schwester davon: dieselben Informationen, aber ohne die Musik selbst. Auch sie lässt sich importieren — sie ergänzt dann Biografie, Bilder und Besetzung eines Interpreten. Neue Titel kann sie mangels Musik nicht anlegen.

Gesamte Musik-Datenbank exportieren

Den Voll-Export löst ausschließlich der Admin aus: Server-Einstellungen → Export-Sitzungen → Gesamte Musik-Datenbank exportieren, mit einem kleinen Optionen-Formular:

OptionBedeutung
Export-NameZwei Varianten: TT-Musik-Datenbank oder — Vorauswahl — mit vorangestelltem Datum, 2026-09-10 TT-Musik-Datenbank. Der Name wird zum Ordnernamen; die datierte Form hält mehrere Sicherungsstände nebeneinander und sortiert sie im Dateimanager chronologisch.
Audio-QualitätOriginal (Vorauswahl) oder Konvertierung mit Codec und Bitrate — wie beim Album-Export.
CoverOriginal (Vorauswahl) / Groß / Mittel / Klein / keins.
BildformatQuellformat behalten (Vorauswahl) oder JPEG erzwingen. Der Voll-Export ist die Archivkopie — ein PNG-Cover bleibt darin PNG.
ZielsystemWie streng die Datei- und Ordnernamen bereinigt werden (Ohne · Linux/macOS · Windows/NAS/USB, s. oben). Vorausgewählt ist Windows / NAS / USB: Der Voll-Export landet fast immer auf einer Netzwerkfreigabe, und ein Name, den sie nicht annimmt, fällt erst Stunden später beim Sichern auf.
OrdnungsstrukturDieselben zwei Vorlagen wie beim Album-Export, mit Beispielpfad zur Auswahl.
Text-Datei beilegenLegt je Interpret die .txt mit dazu (Anzahl Alben und Titel, Gesamtspielzeit, Titel-Tabelle je Album).
Interpret-Informationen beilegenLegt je Interpret die .ttdbl mit dazu (Biografie, Künstlerbild, Besetzung, Tags — ohne die Musik).

Läuft ein Export zweimal unter demselben Namen, hängt der Server ein Suffix an (… (2), … (3)) — ein vorhandener Stand wird nie überschrieben.

Das Ergebnis bleibt immer ein Ordner am Server. Ein ZIP der ganzen Bibliothek wäre kaum herunterladbar groß — und wer den Voll-Export auslösen darf, hat ohnehin Zugriff auf den Server.

Unterbrochene Exporte

Ein Export kann Stunden dauern und übersteht deshalb nicht jede Störung. Tunetorch ist darauf vorbereitet:

Bis die Wiederaufnahme greift, kann es einige Minuten dauern: Der Server wartet ab, ob sich der Export doch noch meldet, bevor er ihn für abgebrochen erklärt — sonst liefen zwei Exporte gleichzeitig in dieselben Dateien.

Export-Sitzungen werden nicht automatisch aufgeräumt. Sie bleiben liegen, bis du sie in der Export-Ansicht löschst (oder ein Admin in den Server-Einstellungen) — ein zeitgesteuertes Aufräumen wäre bei stundenlangen Läufen zu riskant.

Eine Tunetorch-Datenbank importieren

Eine .ttdb oder .ttdbl lässt sich auch wieder einlesen — auf einen anderen Server, nach einem Umzug oder wenn dir jemand seine gepflegten Daten schickt.

DateiWas ankommt
.ttdbAlles: neue Titel samt Musik, Alben, Interpreten, Biografien, Bilder, Cover und Tags.
.ttdblNur die Informationen — Biografie, Künstlerbild, Besetzung, und für Titel, die du schon hast, deren Notiz, Cover und Tags. Neue Titel kann sie nicht anlegen, ihr fehlt die Musik.

Zwei Wege hinein. Auf der Seite eines Interpreten importierst du eine Datei direkt zu ihm — über Datenbank importieren im Optionen-Menü (⋮) neben seinem Namen. Gibt es den Interpreten hier noch gar nicht, nimmst du den Weg über Hochladen im Profil-Menü — dort ist kein Interpret vorausgesetzt; der Knopf Datenbank importieren steht unter Neue Upload-Sitzung starten.

Wer was importieren darf. Beide Formate schreiben Informationen in deine Bibliothek und setzen deshalb die Berechtigung Musik-Metadaten voraus. Eine .ttdb legt zusätzlich neue Titel samt Musik an — dafür braucht es obendrein Audio hochladen. Wer nur Metadaten pflegen darf, bekommt daher ausschließlich die .ttdbl zur Auswahl (und findet unter Hochladen auch nur den Import, nicht den Audio-Upload).

Der Assistent entscheidet nichts allein

Nach dem Hochladen siehst du, was in der Datei steckt und was davon schon bei dir vorhanden ist. Alles ist vorausgewählt, aber nichts wird ohne dich überschrieben:

Die Zahl oben nennt nur die echten Rückfragen. Der Rest läuft durch.

Wie erkannt wird, was du schon hast

Verglichen werden Interpret, Album und Titel über ihre Namen — Groß- und Kleinschreibung, Akzente und Satzzeichen spielen keine Rolle, und ein Zusatz wie „(Remaster 2014)" wird ignoriert. Zusätze wie „(Live)" oder „(Acoustic)" dagegen nicht: Das sind eigene Aufnahmen und bleiben es.

Zusätzlich zählt die Spieldauer. Zwei Titel mit gleichem Namen, aber deutlich unterschiedlicher Länge gelten nicht automatisch als derselbe — so wird aus einer Live-Fassung nie versehentlich „schon vorhanden". In solchen Fällen fragt der Assistent nach.

Denselben Import zweimal auszuführen ist folgenlos: Beim zweiten Mal ist alles schon da.

Große Dateien

Der Upload läuft in Stücken und lässt sich fortsetzen. Bricht die Verbindung bei 6 GB ab, geht es an derselben Stelle weiter statt von vorn. Auch ein Import, der mitten im Lauf unterbrochen wird, kann fortgesetzt werden — es entstehen dabei keine doppelten Titel.

Eingeschränkte Konten

Konten mit eingeschränktem Zugriff werden automatisch auf ihre erlaubten Titel begrenzt — auch im Export.

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