Metadaten pflegen
Eine gewachsene Musiksammlung ist selten sauber getaggt. Tunetorch bringt deshalb einen vollständigen Editor mit und dazu einen Assistenten, der die typischen Probleme von selbst findet.
Für alles in diesem Kapitel brauchst du das Recht Metadaten (Admins haben es sowieso), siehe Benutzer & Rechte.
Der Metadaten-Editor
Die Stift-Symbole in der Datenbank öffnen den Editor. Er arbeitet albumweise: oben die Felder des Albums, darunter eine Tabelle mit allen Titeln.
Das kannst du bearbeiten:
| Ebene | Felder |
|---|---|
| Album | Album-Interpret, Albumtitel, Jahr, Genre, Cover |
| Titel | Titelname, Interpret, Track-Nummer, CD-Nummer, Jahr, Genre, Komponist |
| Interpret | Name. Gibt es den Namen schon, fragt Tunetorch, ob die beiden zusammengeführt werden sollen |
| Genre | Umbenennen. Alle Titel des Genres werden dabei automatisch zusammengeführt |
Auf Handy und Tablet wird aus der Tabelle eine Liste von Karten mit Beschriftungen, damit sie sich bedienen lässt.
Ganzen Interpreten bearbeiten
Auf der Interpret-Profilseite öffnet der Eintrag Metadaten bearbeiten im Optionen-Menü (⋮) den Editor mit allen Alben des Interpreten untereinander. So benennst du den Interpreten um oder korrigierst ein Feld über mehrere Alben hinweg. Gespeichert wird jedes Album einzeln.
Zwei Bands, ein Name
„Skid Row" ist eine US-Band und eine irische, „Nirvana" gibt es auch zweimal. Beim Einlesen erkennt Tunetorch einen Interpreten an seinem Namen. Solche Bands landen deshalb zwangsläufig in einem Eintrag, und die Alben beider sind durcheinander.
Mit Album herauslösen im Optionen-Menü (⋮) der Interpret-Profilseite trennst du sie. Du wählst das Album, das zur anderen Band gehört. Tunetorch legt dafür einen eigenen Interpreten mit demselben Namen an und hängt Album, Titel, Cover und Mitwirkende dorthin um. Das passiert nie automatisch und braucht kein MusicBrainz. Du entscheidest selbst, wenn du deine Bibliothek pflegst.
Damit du die beiden in Listen und in der Suche auseinanderhältst, kannst du für jeden einen kurzen Zusatz eintragen („US", „Irland"). Er erscheint überall dort, wo du auswählst und pflegst, und im Ordnernamen beim Export. Im Player und in den Tags der Dateien steht er nicht. Beide Zusätze kannst du gleich beim Herauslösen ausfüllen oder leer lassen.
Der neue Interpret fängt leer an, mit eigenem Bild, eigener Biografie und eigenen Bandmitgliedern. Es ist ja eine andere Band. Favoriten und Freigaben bleiben beim bisherigen Eintrag, und an den Musikdateien selbst ändert sich nichts.
Vorher in die Tunetorch-Datenbank übertragen
Herauslösen geht nur für Alben, die in Tunetorchs eigener Verwaltung liegen. Bei Dateien, die nur eingelesen wurden und außerhalb liegen, ist die Datei die Quelle: Der Bibliothek-Scan übernimmt den Interpreten bei jeder Änderung wieder aus dem Tag der Datei. Eine Trennung ginge dabei unbemerkt verloren.
Der Dialog weist dich darauf hin und bietet zwei Wege an:
- Album jetzt übertragen: Ein Knopf im Dialog übernimmt das Album in Tunetorchs Verwaltung (wie Titel in die Verwaltung übernehmen, siehe unten). Danach lässt es sich herauslösen.
- Im Dateisystem taggen: Sollen die Dateien draußen bleiben, änderst du den Interpreten-Tag der zweiten Band außerhalb von Tunetorch, zum Beispiel auf „Skid Row (Irish)". Der nächste Bibliothek-Scan legt sie dann von selbst als eigenen Interpreten an.
Umbenennen fragt jetzt nach
Weil gleichnamige Interpreten jetzt gewollt sein können, führt Umbenennen auf einen schon vergebenen Namen die beiden nicht mehr einfach zusammen, sondern fragt vorher nach. Zusammenführen geht weiterhin, du musst es nur bestätigen. Sonst würde jede Korrektur am Namen einer der beiden Bands die Trennung wieder aufheben. Der Dialog nennt dir dafür die Titelzahl beider Einträge vorher und des verbleibenden danach.
Tippst du einen Namen, den es in anderer Schreibweise schon gibt („Simon and Garfunkel“, wo „Simon & Garfunkel“ steht), fragt der Editor vor dem Speichern, ob du den vorhandenen meinst. Angehakt wird die vorhandene Schreibweise genommen, abgewählt entsteht bewusst ein neuer Interpret. Das gilt für Interpret und Album-Interpret der Titel, für neue Mitwirkende und fürs Umbenennen eines Interpreten. Beim Hochladen, beim Sammlungs-Import, beim CD-Rippen und beim Scannen fragt niemand: Gibt es den Namen in genau einer anderen Schreibweise, wird diese still genommen, statt einen zweiten Interpreten anzulegen.
Interpreten zusammenführen
Manche Dubletten erkennt keine Regel: „Alexander“ und „Alexander Klaws“ sind derselbe Sänger, sehen aber nicht wie eine andere Schreibweise aus. Dafür steht im Optionen-Menü (⋮) des Interpreten-Profils Zusammenführen mit …. Du suchst das Ziel per Namen, siehst die Titelzahlen vorher und nachher und bestätigst. Danach gibt es nur noch das Ziel, die Ansicht wechselt dorthin. Rückgängig machen lässt sich das nicht.
Beim Zusammenführen wandert alles mit, was am aufgelösten Eintrag hing: Mitwirkenden-Angaben, die Bandbesetzung, das Künstlerbild (wenn der verbleibende Eintrag noch keins hat), die Favoriten aller Konten und die Freigaben eingeschränkter Konten.
Titel in die Verwaltung übernehmen
Titel aus einem gescannten Ordner bleiben externe Dateien. Ein Admin kann sie im Editor in Tunetorchs Verwaltung übernehmen, auf Wunsch gleich umgewandelt nach FLAC oder Opus. Die Datei wird kopiert, und der ursprüngliche Pfad wird beim nächsten Scan ausgelassen.
Metadaten-Assistent
Gehört zu Tunetorch Pro. Ohne Pro ist der Menüeintrag markiert und lässt sich nicht nutzen. Jede Korrektur, die er vorschlägt, kannst du aber auch einzeln im Metadaten-Editor machen. Der Assistent nimmt dir das Suchen ab, nicht die Arbeit.
Du findest ihn im Benutzermenü. Er durchsucht die gesamte Bibliothek nach Einträgen, die eine Korrektur gebrauchen können.
Erst der Bereich, dann die Befunde
Beim Öffnen siehst du noch keine Liste, sondern eine Auswahl der Bereiche: fünf Kacheln mit der Anzahl der Funde und einer kurzen Erklärung. Erst ein Klick öffnet die Befunde dieses Bereichs. Der Pfeil links oben bringt dich zurück zur Auswahl. Darunter stehen zwei Werkzeuge, die nicht aus Funden entstehen: Suchen & Ersetzen und der Änderungsverlauf.
Die Funde sind Vorschläge. Sie entstehen aus Mustern in deiner Sammlung und können danebenliegen, vor allem bei Namen mit eigenwilliger Schreibweise und bei Zusätzen, die mehr aussagen als die Art der Aufnahme. Sieh dir jeden Fund an, bevor du ihn anwendest. Rückgängig machen kannst du ihn im Änderungsverlauf, solange das Feld seither nicht weiter geändert wurde. Derselbe Hinweis steht auch über der Auswahl.
So arbeitet man ohnehin: Du entscheidest zuerst, woran du heute sitzen willst, und bekommst dann nur das. Die Bereiche sind nach Wichtigkeit sortiert. Ein zusammengesetzter Interpret bringt die Bibliothek durcheinander, eine abweichende Großschreibung ist nur Kosmetik.
| Bereich | Findet |
|---|---|
| Mitwirkende auflösen | Namen, in denen mehrere Beteiligte stecken. Zum einen zusammengesetzte Interpreten wie „Beth Hart & Joe Bonamassa“, deren beide Teile schon als eigene Interpreten existieren; gibt es nur einen der beiden („Gotye Feat. Kimbra“), steht der Fund gedimmt dahinter, denn beim Auflösen entstünde ein neuer Interpret. Zum anderen Gäste wie „(feat. Nate Ruess)“ im Titelnamen: Der Gast wird als Mitwirkender eingetragen und der Zusatz fällt aus dem Titel. |
| Schreibweisen-Dubletten | Zwei Einträge für denselben Interpreten. Das ist der häufigste Grund, warum ein Album doppelt in der Bibliothek steht. Beim Zusammenführen verschwindet die Dublette gleich mit. |
| Tags aus dem Titel | Zusätze wie „(Live)“ oder „(Acoustic Version)“, die im Namen stehen statt als Tag am Titel zu hängen. |
| Normalisierung | Werte, die von den Regeln unter Server-Einstellungen → Metadaten normalisieren abweichen, etwa bei Großschreibung oder verbotenen Zeichen, dazu überzählige Leerzeichen und ´ statt Apostroph. Für Interpret, Album, Titel und Genre. |
| Auffälligkeiten | Kleinigkeiten, die meist ein Tippfehler sind: ein kleines „l“ statt „I“ („l Will Survive“, „l'm“), ein Leerzeichen nach dem Apostroph („Don' t“), eine Nummer vorn im Titel, die anders geschrieben ist als bei den übrigen Titeln des Albums („3“ zwischen „02“ und „04“), und ein Interpret aus nur einem Zeichen. |
Betrifft ein Fund einen Titel, nennt die Zeile darunter Interpret und Album. Erst damit lässt sich ein Fund wie „The Sign (Feat. Natasha Bedingfield)“ beurteilen.
Jeden Fund kannst du einzeln anwenden. In den Bereichen Tags aus dem Titel und Normalisierung gibt es zusätzlich Alle anwenden, ebenso für die Gäste im Titel (siehe unten). Vorher zeigt eine Rückfrage, was sich ändert (die ersten Fälle als „vorher → nachher“), danach steht ein Bericht über der Liste: wie viele Funde angewandt wurden, wie viele scheiterten und wie viele zurückgestellt sind. Zurückgestellt wird ein Fund, wenn ein anderer denselben Titel schon geändert hat; nach Neu laden erscheint er auf dem neuen Text wieder. Geschrieben wird in Paketen, die entweder ganz oder gar nicht ankommen. Scheitert ein Fund, bleibt nur er liegen.
Für Schreibweisen-Dubletten, zusammengesetzte Interpreten und Auffälligkeiten gibt es Alle anwenden mit Absicht nicht: Dort führt ein Fund Interpreten zusammen, legt einen neuen an oder verlangt eine Entscheidung. Das soll nicht hundertfach auf einen Klick passieren. Aus demselben Grund nimmt Alle anwenden bei den Gästen nur Funde mit, deren Gäste es schon als Interpret gibt und an denen nichts geraten ist.
Admins finden in der Rückfrage vor Alle anwenden zusätzlich den Knopf Sicherung jetzt erstellen: Eine Massenänderung lässt sich nur über eine Sicherung der Datenbank zurücknehmen (siehe Sicherheit, Sicherung aus der Oberfläche).
Zusammengesetzte Interpreten werden nur gefunden, nicht automatisch korrigiert. Welcher der beiden Namen der eigentliche Interpret wird, musst du entscheiden. Ein Knopf je Zeile bringt dich dafür in den Editor. Nennt ein Name mehr als zwei Beteiligte („Pitbull Feat. Ne-Yo, Afrojack & Nayer“), steht dort der Hinweis, die Mitwirkenden von Hand einzutragen: Die Auflösung kennt genau zwei Teile und legte sonst „Ne-Yo, Afrojack & Nayer“ als einen Interpreten an.
Auffälligkeiten wendet der Assistent nie selbst an. Ein „l“ kann ein Name sein, und einen Interpreten namens „X“ gibt es wirklich. Wo eine Korrektur naheliegt, steht sie als Vorschlag in der Zeile; geändert wird im Editor, und was richtig ist, markierst du mit Stimmt so.
Gäste im Titel aus demselben Bereich lassen sich dagegen direkt anwenden: „feat.“ sagt schon, wer Gast ist, der Interpret des Titels bleibt, wie er ist. Erkannt werden „feat.“, „ft.“ und „featuring“, in Klammern oder am Ende des Titels. Die gefundenen Namen stehen einzeln in der Zeile. Stehen mehrere da, sind sie an Komma, „&“ und „and“ getrennt. Einen Namen, den es noch nicht als Interpret gibt, legt der Assistent an; die Zeile kennzeichnet ihn mit neu. Ist der Gast schon eingetragen, nimmt der Assistent nur noch den Zusatz aus dem Titel. Danach steht der Gast verlinkt hinter dem Interpreten: „Pink feat. Nate Ruess“. Das gilt auch dort, wo der Platz knapp ist: in den Listen auf dem Handy, in der Warteschlange, auf dem Sperrbildschirm und in Android Auto.
Einen vorhandenen Interpreten findet der Assistent auch in anderer Schreibweise. Er vergleicht dabei so wie bei den Schreibweisen-Dubletten (siehe unten): „Beyonce“ trifft „Beyoncé“, „Will I Am“ trifft „will.i.am“, „Jay -Z“ trifft „Jay-Z“. Eingetragen wird der vorhandene Interpret, und die Zeile sagt, wie der Titel ihn schrieb. Wo der Assistent nur vermutet, sagt die Zeile auch das:
- „Name Of Band“, „Name From Band“ („Rob Halford Of Judas Priest“): Gibt es den vorderen Teil als Interpret, wird er genommen. Sonst bleibt der ganze Name stehen und die Zeile rät zur Prüfung, denn „Sons Of Sylvia“ ist ein echter Bandname.
- Zwei Namen ohne Trenner („Feat. T.I. Pharrell“): Gibt es beide als Interpreten, werden es zwei Gäste.
- Eine Klammer hinter dem Gast („Stardust Feat. Inga (Van Canto)“): Ist die Klammer ein bekannter Interpret, gehört sie zum Gast und fällt mit aus dem Titel.
Solche Funde wendest du einzeln an. Sieht ein Teil nicht nach einem Namen aus („Theme For Aragorn“) oder ist unklar, wohin eine Klammer gehört, bietet der Assistent den Fund nicht zum Anwenden an. Die Zeile führt dann nur in den Editor.
Schreibweisen-Dubletten: was als „dieselbe Schreibweise“ zählt
Beim Vergleich lässt Tunetorch alles weg, worin sich zwei Schreibweisen desselben Namens unterscheiden dürfen: Groß- und Kleinschreibung, Akzente, Apostrophe, Satzzeichen und Leerzeichen zwischen Wörtern. So fallen auch solche Paare auf:
| Groß-/Kleinschreibung | „Voxxclub“ / „voXXclub“ |
| Akzente | „Céline Dion“ / „Celine Dion“ |
| Apostroph | „Kissin’ Dynamite“ / „Kissin Dynamite“ |
| Satzzeichen | „D.A.D.“ / „D-A-D“ |
| Wortgrenzen | „One Republic“ / „OneRepublic“ |
| Bindewort | „Nick Cave & The Bad Seeds“ / „Nick Cave And The Bad Seeds“ |
„&“, „+“, „and“ und „und“ zählen gleich, aber nur zwischen zwei Namen: „And One“ bleibt ein eigener Name. Unter jeder Zeile steht, welcher dieser Fälle vorliegt. Bei Satzzeichen und Wortgrenzen lohnt ein zweiter Blick auf den Zielnamen, bei Groß- und Kleinschreibung eher nicht.
Vorgeschlagen wird normalerweise die Schreibweise mit den meisten Titeln. Bei Akzenten und Apostrophen nicht: Dort gewinnt die Schreibweise mit den Zeichen, auch wenn sie seltener ist. Solche Zeichen gehen auf dem Weg durch Dateisysteme und Tag-Programme verloren, sie kommen aber nie von selbst dazu. „Kissin Dynamite“ mit 140 Titeln wird also zu „Kissin’ Dynamite“ mit einem.
Neben beiden Namen steht, wie viele Titel dazugehören. Das ist wichtig, weil bei Akzenten und Apostrophen ja gerade die größere Gruppe umbenannt wird.
Die Richtung lässt sich umdrehen. Mit dem Knopf mit den zwei Pfeilen rechts oben im Kasten wird stattdessen auf die andere Schreibweise zusammengeführt. Das brauchst du, wenn die Regel danebenliegt: „voXXclub“ schreibt sich wirklich so, und im Einzelfall kann auch der Akzent der Fehler sein. Der Tausch gilt nur für diesen einen Fund und wird nicht gespeichert. Sind es in Wahrheit zwei verschiedene Interpreten, ist Stimmt so der richtige Knopf (siehe unten).
Zwei Gruppen bleiben außen vor: Interpreten mit exakt gleichem Namen (die hast du absichtlich getrennt, siehe Zwei Bands, ein Name) und solche, bei denen du einen Zusatz zur Unterscheidung eingetragen hast.
Tags aus dem Titel
„Bohemian Rhapsody (Live)“ steckt als Text im Namen, was ein Tag filterbar machen würde. Der Assistent findet solche Zusätze, setzt den passenden Standard-Tag und entfernt den Zusatz samt Leerzeichen aus dem Namen. Er erkennt Live, Acoustic (auch „Unplugged“, „Akustisch“), Instrumental, Remaster, Cover, Remix, Demo, Orchestral und A Cappella.
Ein Zusatz zählt nur, wenn er abgesetzt ist: in runden oder eckigen Klammern oder am Ende hinter einem Gedankenstrich. „Live And Let Die“ bleibt also, wie es ist.
Zwei Dinge erledigt der Assistent dabei von selbst richtig:
- Steht mehr als das Stichwort in der Klammer, bleibt der Titel unverändert. „(Live At Pompeii 2016)“ nennt Ort und Jahr, und die stehen sonst nirgends. Hier wird nur der Tag gesetzt. Bereinigt wird der Titel nur, wenn der Zusatz nichts Neues sagt („(Live)“, „(Acoustic Version)“, „(Remastered 2020)“).
- Haben alle Titel eines Albums denselben Zusatz, bekommt das Album den Tag. Ein Live-Album ergibt dann einen Befund statt dreißig, und der Zusatz verschwindet in einem Schritt aus allen Titeln. Steht „(Live)“ auch im Albumnamen, fällt er dort ebenfalls weg. Ausnahme: Es gäbe danach zwei gleichnamige Alben desselben Interpreten. Dann bleibt der Name stehen, und nur der Tag wird gesetzt.
Nennt nur der Albumname die Art der Aufnahme und kein einziger Titel („Coming Home (Live)“), bekommt das Album ebenfalls den Tag. Steht der Zusatz im Albumnamen und nur bei einem Teil der Titel, etwa bei einer Deluxe-Edition mit Live-CD, gibt es einzelne Befunde für genau diese Titel.
Der Assistent ist für mehrere Durchgänge gedacht. Was in einer Runde liegen bleibt (etwa ein zusätzliches „(Acoustic)“ auf einem Live-Album), findet die nächste.
Wie viele Befunde auf einmal
In einer gewachsenen Bibliothek kommen schnell Tausende Befunde zusammen. Die Liste zeigt deshalb nur einen Teil davon, ab Werk 25. Oben rechts kannst du das umstellen (10, 25, 50, 100, 250 oder 500). Die Zahl gilt für den gewählten Bereich.
Neu laden daneben holt Nachschub: Die erledigten Befunde verschwinden, und die frei gewordenen Plätze füllt eine neue Zufallsauswahl aus den übrigen. Du musst eine Liste also nicht abarbeiten. Korrigierst du von 25 Befunden fünf und willst die anderen zwanzig gerade nicht anfassen, bekommst du sie nach dem Neuladen nicht gleich wieder vorgesetzt.
Die gewählte Zahl gilt, bis du den Assistenten schließt. Beim nächsten Öffnen steht wieder 25 da.
Suchen
Über der Liste steht ein Suchfeld. Es durchsucht alle Befunde des Bereichs, nicht nur die gerade angezeigten, und zwar den Text vorher und nachher, die Begründung sowie Titel, Album und Interpret, um die es geht. Solange etwas darin steht, ist die Liste alphabetisch sortiert statt gemischt, und Alle anwenden fasst nur die Treffer an. Beim Wechsel des Bereichs ist das Feld wieder leer.
„Stimmt so“: Funde, die richtig sind
Manche Funde sind keine Fehler, sondern Ausnahmen: „Simon & Garfunkel“ ist kein Gemeinschaftsalbum zweier Solokünstler, „(Live)“ gehört manchmal wirklich zum Titel, und ein Bandname darf sich über die Regel zur Großschreibung hinwegsetzen. Solche Funde markierst du mit Stimmt so. Der Assistent schlägt sie dann nicht wieder vor, auch nicht nach dem Neuladen oder beim nächsten Öffnen.
- Die Markierung gilt für den ganzen Server, also für alle Konten mit Metadaten-Recht. Wer die Bibliothek mitpflegt, bekommt denselben Fund nicht noch einmal vorgelegt.
- Sie hängt an den Namen, um die es geht. Benennst du später einen davon um, verfällt sie, und der Fund taucht wieder auf, falls er dann noch zutrifft.
- Ein zweiter Klick auf den Knopf nimmt die Markierung sofort zurück.
Der Knopf Stimmt so oben rechts zeigt, wie viele Funde markiert sind, und klappt die Liste auf: nach Bereich sortiert, mit dem Konto, das markiert hat, und dem Datum. Wieder vorschlagen entfernt eine Markierung. Steht an einer „greift nicht mehr“, passt kein aktueller Fund mehr dazu, meist weil sich der Name geändert hat. Sie schadet nicht, du kannst sie aber wegräumen.
Suchen & Ersetzen
Für Korrekturen, die viele Einträge auf einmal betreffen: ein falscher Apostroph ´, doppelte
Leerzeichen, ein immer gleicher Tippfehler. Du gibst den Suchtext und den Ersatz ein und wählst,
wo gesucht wird: in Titeln, Alben, Interpreten und Genres (ab Werk Titel und
Alben). Zwei Schalter verfeinern die Suche:
- Nur ganze Wörter: „l“ trifft dann das einzelne „l“ in „l Will Survive“, nicht das in „Hello“. Umlaute zählen als Buchstaben.
- Groß-/Kleinschreibung beachten (ab Werk an).
Suchtext und Ersatz sind reiner Text. Sonderzeichen wie (, # oder $ meinen genau
sich selbst. Reguläre Ausdrücke gibt es bewusst nicht: Ein vertippter Ausdruck träfe still das
Falsche.
Die Treffer erscheinen sofort als Vorschau mit Vorher → Nachher, jeder mit einem Häkchen. Wähle ab, was nicht passt, und klicke Änderungen anwenden. Vor dem Schreiben fragt eine Rückfrage noch einmal nach, Admins wird dort eine Sicherung angeboten. Einiges passiert nie still:
- Trägt ein anderer Interpret den neuen Namen schon, lässt sich der Treffer nicht wählen. Zusammenführen ist eine eigene Entscheidung: auf der Seite des Interpreten über Zusammenführen mit ….
- Gibt es ein Album desselben Interpreten oder ein Genre unter dem neuen Namen schon, würden beide zusammengeführt. Der Treffer ist wählbar, aber nicht vorausgewählt, denn ein Zusammenführen lässt sich nicht rückgängig machen.
- Wäre ein Name danach leer, lässt sich der Treffer nicht wählen.
Ein Lauf schreibt höchstens 200 Änderungen. Gibt es mehr, steht das über der Liste, und den Rest findest du nach dem Lauf mit derselben Suche. Nach dem Lauf steht der Knopf Diesen Lauf rückgängig machen bereit. Er nimmt alle Änderungen des Laufs zurück, außer denen, die inzwischen jemand weiter geändert hat, und außer Zusammenführungen.
Änderungsverlauf und Rückgängig
Tunetorch hält jede Änderung an Titeln, Alben, Interpreten, Genres, Tags und Mitwirkenden fest: wer, wann, woran, vorher und nachher, und von wo aus (Bearbeitung, Assistent, Suchen & Ersetzen, Rückgängig). Das gilt für den Metadaten-Editor genauso wie für den Assistenten. Aufbewahrt werden die Einträge 180 Tage, höchstens die jüngsten 200.000 Zeilen.
Der Änderungsverlauf im Assistenten zeigt sie, neueste zuerst. Jeder Vorgang steht in einem eigenen Kasten. Ein Vorgang ist zum Beispiel ein Speichern im Editor, ein Alle anwenden oder ein Lauf von Suchen & Ersetzen. Dieselbe Änderung an mehreren Zielen steht als eine Zeile da, etwa „Interpret: A & B → A · 12 Titel“; ein Klick auf die Anzahl zeigt die einzelnen Titel. Filtern kannst du nach Herkunft und nach Person, und die Suche findet Text in Ziel, Vorher und Nachher.
- Rückgängig (Pfeil zurück) an einer Zeile stellt den alten Wert wieder her, auf demselben Weg wie eine Bearbeitung. Die Zeile bleibt danach ausgegraut stehen, mit dem Vermerk, wer sie wann rückgängig gemacht hat.
- Wiederherstellen (Pfeil vor) an einer ausgegrauten Zeile setzt die Änderung wieder in Kraft. Das geht für alles, was seit dieser Funktion rückgängig gemacht wurde.
- Alle rückgängig und Alle wiederherstellen im Kopf des Kastens wirken auf den ganzen Vorgang. Große Vorgänge laufen in Paketen zu 200 Zeilen, damit der Server dazwischen erreichbar bleibt. Scheitert ein Paket, bleiben die davor stehen; ein zweiter Klick macht weiter.
- Das Zurücknehmen selbst wird auch protokolliert, steht aber nicht als eigene Zeile in der Liste. Wer es sehen will, wählt bei der Herkunft Rückgängig.
- Hat jemand das Feld seither weiter geändert, wird nichts überschrieben. Die Zeile meldet dann den heutigen Wert, im Vorgang wird sie übersprungen.
- Bei gleichnamigen Interpreten zählt der Eintrag, nicht der Name: Ein Titel kommt zu genau dem Interpreten zurück, bei dem er vorher war. Lässt sich das nicht mehr sicher sagen (der frühere Interpret wurde gelöscht, und ein anderer heißt inzwischen so), rät Tunetorch nicht. Die Zeile meldet es, und du ordnest den Titel von Hand zu.
- Nicht automatisch umkehrbar sind Zusammenführungen (wer gehörte wohin?), das Herauslösen eines Albums, Mitwirkende und Album-Werte, die vorher zwischen den Titeln verschieden waren. Sie stehen trotzdem im Verlauf, mit einem Schloss statt des Pfeils.
Das Protokoll ersetzt keine Sicherung. Wer einen Fehler erst nach einem halben Jahr bemerkt, spielt eine Sicherung ein.
Auflösungs-Vorschläge ganz abschalten
Führst du deine Interpretennamen absichtlich so, wie sie auf dem Cover stehen, kannst du die Prüfung für den ganzen Server abschalten: Server-Einstellungen → Metadaten normalisieren → Mitwirkende → Auflösungs-Vorschlag anbieten (ab Werk an). Danach schlagen weder der Metadaten- noch der Upload-Editor eine Auflösung vor, und im Assistenten fehlt der Bereich ganz. Die anderen Bereiche bleiben, wie sie sind.
Mitwirkende: Gemeinschaftsalben und Gastbeiträge
Ein Album wie „Beth Hart & Joe Bonamassa“ gehört beiden. Legt man dafür einen dritten, zusammengesetzten Interpreten an, taucht die Platte auf keinem der beiden echten Profile auf. Tunetorch macht es anders: Ein Titel kann neben seinem Hauptinterpreten weitere Mitwirkende haben.
| Rolle | Bedeutung |
|---|---|
| Gemeinschaftsalbum | Beide sind gleichberechtigte Interpreten. Das Album erscheint auf beiden Profilen. |
| Gastbeitrag | Ein „feat. …“ auf einer sonst normalen Platte. Der Gast bleibt auffindbar, ohne den Hauptinterpreten zu verwässern. |
Auf dem Interpret-Profil stehen die Alben deshalb in drei Abschnitten: Alben, Gemeinschaftsalben (mit einer Zeile „mit …“) und Gastbeiträge.
Ob ein Album ein Gemeinschaftsalbum ist, hängt am ganzen Album, nicht an einer einzelnen Titelzeile. Es zählt nur dann als Gemeinschaftsalbum, wenn alle Titel denselben Credit mit mehreren Namen haben. Genau dann steht dieser Credit auch oben im Album-Kopf. Eintragen kannst du das nur über Für das ganze Album pflegen…, denn nur dieser Weg schreibt auf jeden Titel.
Ein zweiter Name an einzelnen Titeln ist dagegen ein Gast, auch wenn du ihn in die Interpretenzeile stellst. Das Album bleibt beim Hauptinterpreten unter Alben, und der Gast findet es auf seinem Profil unter Gastbeiträge.
Das Bindewort
Wie der zusammengesetzte Name aussieht, legst du für jedes Album fest, denn jedes Cover
schreibt es anders (&, /, with). Steht die Auswahl auf „automatisch“, heißt es „A & B“
oder „A, B & C“. Welcher Wert das gerade wäre, steht in Klammern hinter „automatisch“. So
siehst du später, ob jemand bewusst etwas ausgewählt hat.
Auch Gastbeiträge haben ein Bindewort. Standard ist „feat.“, das Feld vor dem ersten Gast erlaubt aber auch ein Komma oder „with“. Auf einer Platte mit einem Gastmusiker pro Titel liest sich „Ian Gillan, Joe Satriani“ oft besser. Bei mehreren Gästen bestimmt jedes Feld dazwischen, wie es zum nächsten Namen weitergeht (Standard: Komma).
Pflege im Editor
Die Mitwirkenden stehen als Kette untereinander: je ein Kasten Interpret 1, Interpret 2 usw. und zwischen zwei Kästen das Bindewort, das sie verbindet. Die Kette liegt hinter dem Knopf Mitwirkende, weil man sie selten braucht und sie sonst ständig im Weg wäre. Hat ein Album schon Mitwirkende, ist sie von selbst aufgeklappt. Zugeklappt zeigt der Knopf eine Zahl.
Es gibt zwei Reichweiten, und die kleinere ist der Normalfall. Der Knopf blendet zwei Dinge ein: die Spalte Mitw. in der Titel-Tabelle (gilt für einen Titel) und, nur wenn das Album schon albumweite Mitwirkende hat, den Kasten darüber (gilt für alle Titel). Hat es keine, steht dort stattdessen der Knopf Für das ganze Album pflegen…. Das ist Absicht: Meistens geht es um einen Gast auf einem einzelnen Titel, und der albumweite Weg überschreibt die Mitwirkenden jedes Titels auf der Platte. Er soll deshalb nicht im Vordergrund stehen.
- Ein Gast auf einem Titel: Personen-Symbol in der Spalte Mitw. der Titelzeile → + Mitwirkenden → Namen eintragen. Der Schalter Interpretenzeile steht dort schon auf aus (der Name erscheint als Zusatz). Am Album selbst musst du nichts eintragen.
- Ein Gemeinschaftsalbum: Für das ganze Album pflegen… → + Mitwirkenden. Hier steht der Schalter auf an, beide Namen stehen also in der Interpretenzeile.
- Eine Vorschau zeigt dir den fertigen Credit, während du tippst.
- In der Titel-Tabelle steht unter dem Interpret-Feld klein der fertige Credit, sobald er mehr sagt als das Feld selbst. Das Feld enthält nämlich nur den einen Namen, unter dem der Titel einsortiert ist. Nach einer Auflösung steht dort also „Hugh Grant“, während die Bibliothek „Hugh Grant & Haley Bennett“ zeigt.
- Das Namensfeld macht Vorschläge, sobald du tippst: aus deiner Bibliothek und aus den Namen, die du in dieser Sitzung schon eingetragen hast (auch wenn sie noch nicht gespeichert sind).
- Weicht ein einzelner Titel ab (der typische Gastbeitrag mit „feat. …“), zeigt sein Personen-Symbol das an, und seine Liste klappt von selbst auf. Sie beginnt mit dem Stand des Albums und lässt sich jederzeit wieder daran angleichen.
- Zwei verschiedene Personen mit demselben Namen: Tippst du einen Namen, den es schon gibt, erscheint darunter Als neuen, gleichnamigen Interpreten anlegen. Angehakt legt Tunetorch beim Speichern einen zweiten Interpreten an, statt den vorhandenen zu nehmen, etwa „Vanessa“ von Dune neben „Vanessa“ von DJ Tomekk. Ins Feld darunter schreibst du ein Merkmal („aus Dune“), damit du die beiden in Listen auseinanderhältst.
In der Interpretenzeile oder als Zusatz?
Der Schalter Interpretenzeile entscheidet, wo ein Name erscheint:
| Schalter | Ergebnis |
|---|---|
| an | Der Name steht in der Interpretenzeile: „Hugh Grant & Haley Bennett“ |
| aus | Er erscheint als Zusatz dahinter: „Joe Bonamassa“ · feat. Beth Hart |
Der Zusatz ist der klassische Gastbeitrag. Er steht nicht in der Interpretenzeile, sondern dahinter, so wie Plattenfirmen ihn sonst in den Titelnamen schreiben („Sinner’s Prayer (feat. Beth Hart)“). Steht er bei dir noch im Titelnamen, nimmt ihn der Metadaten-Assistent im Bereich Mitwirkende auflösen dort heraus, sonst stünde derselbe Name zweimal da.
Der Schalter bestimmt nur die Anzeige, nicht die Einsortierung. Auch ein Zusatz steht auf
dem Sperrbildschirm, am Bluetooth-Display und in Android Auto, dort als „Joe Bonamassa feat.
Beth Hart“. Nur der ARTIST-Tag eines Exports und ein DLNA-Lautsprecher zeigen allein
die Interpretenzeile. Soll der zweite Name auch dort stehen, stell den Schalter ruhig auf
an. Zum Gemeinschaftsalbum wird die Platte dadurch nicht. Das hängt
allein davon ab, ob alle Titel denselben Credit haben (siehe oben). Das Bindewort davor
kannst du dabei auf „feat.“ stellen.
Du kannst das jederzeit ändern, auch lange nach dem Speichern. Ab drei Zeilen gibt es zusätzlich die Knöpfe Alle als Zusatz und Alle in die Interpretenzeile für die jeweilige Liste. Bei nur einem Namen wären sie bloß ein zweiter Weg zum selben Klick.
Der Schalter sortiert um. Namen in der Interpretenzeile stehen oben, Zusätze darunter, so wie sie auch im Credit erscheinen. Legst du den Schalter um, wandert der Kasten an seinen neuen Platz. An der Grenze steht das Bindewort für den Übergang, beschriftet mit Ab hier als Zusatz hinter der Interpretenzeile.
Der erste Kasten (Interpret 1) hat weder Schalter noch Papierkorb. Der Interpret des Titels steht immer in seiner eigenen Interpretenzeile und lässt sich nicht entfernen. Die Vorschau zeigt die komplette Zeile, so wie sie später dasteht: „Pink – Just Give Me A Reason feat. Nate Ruess“. Ein Gastbeitrag steht farbig abgesetzt hinter dem Titel, weil dieser Teil eben nicht ins Interpret-Feld kommt. Im Mitwirkenden-Bereich des ganzen Albums steht statt des Titels der Albumname. Hast du den Namen im Editor geändert, zeigt Interpret bisher über der Vorschau den gespeicherten Namen durchgestrichen. So siehst du nach einer Auflösung noch, was vorher dort stand.
Auflösungs-Vorschlag
Sieht ein Album-Interpret nach einem zusammengesetzten Namen aus und gibt es beide Teile schon als eigene Interpreten, schlägt der Editor eine Auflösung vor, auch schon beim Upload. Das Album wird dabei auf den gewählten Interpreten umgehängt. So verschwindet der zusammengesetzte Interpret wirklich und bleibt nicht als leere dritte Karte stehen. Unter „Titel einsortieren unter“ wählst du, welcher der beiden künftig der Interpret ist. Der andere wird Mitwirkender.
Auf Groß- und Kleinschreibung kommt es dabei nicht an. Steht am Album „DJ Bobo & Sandra“ und heißt der Interpret in deiner Bibliothek „DJ BoBo“, schlägt der Editor „DJ BoBo“ vor und übernimmt genau diese Schreibweise. Eine zweite Fassung desselben Namens entsteht nicht.
Haben die Titel eines Albums verschiedene Interpreten, etwa ein Duo-Album mit einem Solo-Bonustrack, steht der Vorschlag nicht am Album, sondern an den einzelnen Titeln mit dem zusammengesetzten Namen. Sonst bekäme auch der Solo-Titel die Mitwirkenden des Duos.
Automatisch zerlegt wird nie. Gerade die Bedingung, dass beide Teile schon existieren müssen, schützt Namen wie „Simon & Garfunkel“, „AC/DC“ oder „Earth, Wind & Fire“. Den Vorschlag kannst du in den Server-Einstellungen ganz abschalten.
Gibt es nur einen der beiden schon, erscheint der Vorschlag trotzdem, aber abgesetzt. Dabei steht, welcher Interpret neu angelegt wird, und der Knopf heißt „Anlegen & auflösen“. Beispiel: „Hugh Grant & Drew Barrymore“, wenn es Hugh Grant schon gibt, Drew Barrymore aber noch nicht. Der zugeklappte Balken zählt diese Fälle getrennt („… · 1 weiterer, wenn ein Interpret angelegt wird“).
Gibt es keinen der beiden Teile, kommt kein Vorschlag. Das ist der typische Bandname („Frank Carter & The Rattlesnakes“). Dasselbe gilt für Zusätze wie „& The …“ oder „With His …“: Das ist die Begleitband, keine zweite Person.
Mehr als zwei Beteiligte („Pitbull Feat. Ne-Yo, Afrojack & Nayer“) löst der Vorschlag nicht auf. Die Zeile sagt dann, dass du die Namen von Hand unter Mitwirkende einträgst.
Bei MusicBrainz prüfen (Pro): Wer bei „A & B“ der eigentliche Interpret ist, steht im offiziellen Credit. Der Knopf im Vorschlag fragt MusicBrainz danach, zeigt bis zu drei Treffer und wählt den Erstgenannten unter „Titel einsortieren unter“ vor, wenn er zu einem der Teile passt und die Treffer sich einig sind. Aufgelöst wird erst, wenn du klickst. Gefragt wird nur auf Knopfdruck; dabei gehen der Interpret und der Titel bzw. das Album an MusicBrainz (siehe Datenschutz).
Überall derselbe Text
Der zusammengesetzte Name erscheint nicht nur in der App, sondern auch auf dem Sperrbildschirm, am Bluetooth-Display, in Android Auto und auf einem DLNA-Lautsprecher.
Beim Einlesen wertet Tunetorch ein ARTISTS-Tag mit mehreren Werten aus und legt daraus
die Beteiligten an. Ein normales ARTIST-Tag wird dagegen nie zerlegt.
Ob jemand Gast war, steht in einem eigenen Tag TT_GAESTE, den der
Export schreibt. Ein Tunetorch-Export kommt damit mit den richtigen
Rollen zurück. Bei einer fremden Datei fehlt diese Angabe, und alle Beteiligten landen in der
Interpretenzeile. Das ist die vorsichtigere Wahl: Einen Namen zu viel siehst du sofort,
während ein fälschlicher Gast unbemerkt aus der Zeile verschwände.
Tags
Tags heben Besonderheiten der Aufnahme hervor. Zehn bringt jeder Tunetorch-Server mit: Live · Acoustic · Remaster · Instrumental · Cover · Remix · AI · Orchestral · Demo · A Cappella. Eigene kannst du beliebig dazu anlegen. Verwaltet werden sie unter Serververwaltung → Tags. Bei den zehn Standard-Tags lässt sich nur die Farbe ändern, bei eigenen alles.
- Tags lassen sich pro Titel und pro Album vergeben.
- Album-Tags gelten automatisch für alle Titel des Albums. Im Titel-Editor erscheinen sie als geerbt und lassen sich dort nicht ändern.
- Im Datenbank-Filter zählen Titel- und Album-Tags gemeinsam. Wählst du mehrere Tags, muss ein Eintrag alle haben.
Tags stehen überall, wo ein Titel oder Album auftaucht: als farbige Etiketten in den Listen und Tabellen, oben links auf den Album-Covern, im Player, in der Wiedergabeleiste des Handys und in der Warteschlange. Ein Titel zeigt dabei seine eigenen und die vom Album geerbten Tags. Wo keine Farben möglich sind – in Android Auto, auf dem Sperrbildschirm und auf dem Display im Auto über Bluetooth –, hängen sie in eckigen Klammern am Titel („Wish You Were Here [Live]“). Für freien Text gibt es die Notizen.
Tags wandern mit der Musik: Der Export hängt sie in eckigen Klammern
an Ordner- und Dateinamen (… [Live]) und schreibt sie außerdem in die Metadaten der
Audiodatei – beides lässt sich beim Export einzeln abschalten. Beim Hochladen erkennt
Tunetorch beides wieder.
Notizen
Ein Notizzettel-Symbol hinter Titel und Album öffnet ein kleines Fenster mit zwei Feldern:
| Geteilte Notiz | Private Notiz | |
|---|---|---|
| Gehört | dem Titel/Album | dir |
| Sichtbar für | alle | nur dich, auch nicht für den Admin |
| Schreiben darf | wer das Recht Metadaten hat | jedes angemeldete Konto |
| Wandert mit | dem Titel (Export, Sicherung, Weitergabe) | deinem eigenen Export |
Die geteilte Notiz eines Titels ist gleichzeitig sein Kommentar-Tag: Was beim Einlesen im
comment-Feld der Datei stand, landet hier, und beim Export geht es genauso wieder hinaus.
Notizen dürfen mehrere Zeilen haben und lassen sich nicht filtern. Das Symbol steht hinter jedem Titel und Album, damit du überall eine private Notiz anlegen kannst. Gibt es schon eine Notiz, ist es farbig hervorgehoben. Ohne das Recht Metadaten siehst du die geteilte Notiz nur lesend – und gar nicht, wenn sie leer ist. Im Offline-Modus erscheint das Symbol nur, wo es etwas zu lesen gibt.
Auf schmalen Handy-Displays (unter 560 Pixel) steht das Symbol nicht in der Titelzeile, sondern als Eintrag „Notiz öffnen“ im Optionen-Menü (⋮). Ein kleines Symbol unter dem Titel zeigt an, dass es eine Notiz gibt (siehe Oberfläche).
Cover und Bilder
Cover kannst du für Titel, Alben und Interpreten setzen. Interpreten und Personen bekommen zusätzlich ein großes Bild für ihre Profilseite.
Zuschneiden und Drehen
Jedes Bild, das über den Bild-Dialog kommt, kannst du vor dem Speichern zuschneiden, drehen und zoomen:
- Seitenverhältnisse Frei · 1:1 · 3:4 (Künstler) · 4:3 · 16:9 (Interpret), passend vorausgewählt (großes Interpret-Bild 16:9, Personen und Künstler 3:4, Album-Cover immer 1:1). Die Angaben in Klammern sagen, für welches Bild das Format gedacht ist
- Das Bild ist immer vollständig zu sehen, damit du die Griffe an allen vier Ecken erreichst
- Knöpfe zum Drehen um 90° und ein Regler, um ein schiefes Bild gerade zu rücken
- Auch ein schon hochgeladenes Bild kannst du später über Bearbeiten im Biografie-Editor neu zuschneiden
Veränderst du nichts, wird das Bild unverändert gespeichert. Neu gespeichert wird es nur, wenn du wirklich zugeschnitten oder gedreht hast.
Internet-Bildsuche
Gehört zu Tunetorch Pro. Vom Gerät hochladen bleibt kostenlos, ebenso alle schon gespeicherten Bilder.
Der Bild-Dialog bietet zwei Wege: vom Gerät hochladen oder im Internet suchen. Die Suche fragt gleichzeitig ab:
| Quelle | Wofür |
|---|---|
| CoverArtArchive (über MusicBrainz) | Album-Cover |
| Wikipedia / Wikimedia Commons | beides |
| MusicBrainz / Wikidata | offizielle Künstlerfotos |
Du brauchst keine API-Schlüssel und musst nichts einrichten. Die Treffer sind nach Auflösung sortiert und zeigen ihre Quelle. Hast du eins ausgewählt, lädt der Server das Bild herunter und speichert es wie jedes andere. Wie viele Vorschaubilder zuerst geladen werden, stellt der Admin ein (Standard 15). „Weitere Bilder laden“ holt mehr.
Bildinformationen
Zu jedem Künstler- und Personenbild kannst du einen kurzen Text hinterlegen, etwa „ColosSaal 2026 Aschaffenburg“. Er erscheint auf der Profilseite als dezente Bildunterschrift und als Hinweis, wenn du mit der Maus darüberfährst. Du kannst den Text jederzeit ändern, ohne das Bild neu hochzuladen, und er wandert beim Export des Interpreten mit.
Biografien und Bandmitglieder
Der Biografie-Editor (Optionen-Menü ⋮ der Interpret-Profilseite → Biografie bearbeiten) ist fürs Ausfüllen von Hand gemacht. Angaben wie Land, Gründungs- und Auflösungsjahr, Wikipedia-Link, Kurzbeschreibung und Beschreibung trägst du dort frei ein. Du kannst auch eigene Punkte mit eigenem Namen anlegen.
Auch den Namen des Interpreten kannst du dort ändern, allein oder zusammen mit einer Übernahme aus MusicBrainz. Trägt schon ein anderer Eintrag diesen Namen, bricht das Speichern mit einer Meldung ab. Zusammengeführt wird hier nichts. Dafür gibt es den Metadaten-Editor, der ausdrücklich nachfragt (siehe Zwei Bands, ein Name).
Tippst du den Namen eines Mitglieds ein, zeigt der Editor an, ob es diese Person schon in der Bibliothek gibt, samt ihrer bisherigen Bands, und verknüpft sie mit einem Klick. So bleibt eine Person auch ohne MusicBrainz eine Person über mehrere Bands hinweg und wird nicht doppelt angelegt.
MusicBrainz-Anreicherung
Gehört zu Tunetorch Pro. Biografie, Angaben und Bandbesetzung von Hand zu pflegen bleibt kostenlos. Was du einmal übernommen hast, bleibt vollständig erhalten, auch wenn das Abo später ausläuft.
Der Knopf Hilfe: aus MusicBrainz vorbefüllen ist die bequeme Abkürzung. Er sucht den Interpreten bei MusicBrainz. Wählst du einen Treffer, zeigt dir eine Vorschau, die du noch ändern kannst:
- Stammdaten (Typ, Land, Gegründet/Aufgelöst, Wikipedia, Wikidata)
- eine Kurzbeschreibung und den ersten Absatz aus Wikipedia als Beschreibung, mit Quellenlink (CC BY-SA)
- eine Bildauswahl mit dem offiziellen Wikidata-Foto und weiteren Bildern aus der Wikimedia-Commons-Kategorie des Künstlers
- die Bandmitglieder mit Rolle und Zeitraum
Bei Interpreten, die schon angereichert sind, heißt der Knopf Aus MusicBrainz aktualisieren. Er holt den aktuellen Stand von MusicBrainz und führt ihn in deine Angaben ein. Das Ergebnis siehst du vor dem Speichern in der Liste und kannst es dort noch ändern.
Was du von Hand eingetragen hast, wird bei einer Übernahme nicht überschrieben. Das gilt für jede einzelne Angabe, nicht nur für den Datensatz als Ganzes.
Nach deiner Bestätigung werden die Mitglieder als eigene Personen angelegt und mit der Band verknüpft. Spielt dieselbe Person in mehreren Bands deiner Bibliothek, taucht sie automatisch bei jeder davon auf. Ihre Detailseite zeigt Foto, Stammdaten, Beschreibung, alle Bands und, falls vorhanden, einen Link zu ihrer Solo-Karriere als Interpret.
Auf der Profilseite stehen die Mitglieder dann mit Fotos im Bereich Biografie unter den Alben.
Titel und Alben löschen
Konten mit dem Recht Audio löschen und Admins können Titel oder ganze Alben über den Eintrag Löschen im Optionen-Menü (⋮) zum Löschen vormerken. Vorher kommt eine Sicherheitsabfrage.
Vorgemerkte Titel verschwinden sofort aus der Bibliothek und lassen sich nicht mehr abspielen. Gelöscht werden sie aber noch nicht: Ein täglicher Wartungs-Task entfernt sie erst nach einer einstellbaren Frist (Standard 28 Tage) endgültig.
Bis dahin kann ein Admin unter Server-Einstellungen → Zum Löschen vorgemerkt die Löschung zurücknehmen oder sofort ausführen, siehe Server verwalten.