Wiedergabe & Audioqualität

Bei Tunetorch geht Klangqualität vor Bequemlichkeit. Das merkst du an ein paar Entscheidungen: Titel werden vor dem Abspielen vollständig geladen, die Lautstärke-Angleichung schützt zuverlässig vor Übersteuerung, und das Original wird nie verändert.

Die Warteschlange

Was du hörst, steht in der Warteschlange. Sie wird auf dem Server gespeichert. Meldest du dich an einem anderen Gerät an, ist sie samt Abspielposition da.

Drei Qualitätsstufen

Im Benutzermenü wechselst du zwischen drei Stufen:

StufeWas passiert
OriginalDie Datei, wie sie auf dem Server liegt. FLAC bleibt FLAC.
Niedrige KompressionDer Server wandelt nach Opus um, mit hoher Bitrate.
Hohe KompressionDer Server wandelt nach Opus um, mit sparsamer Bitrate.

Umgewandelte Fassungen werden zwischengespeichert, damit derselbe Titel nur einmal umgerechnet werden muss. Ein Wartungs-Task hält diesen Zwischenspeicher klein. Auf dem Handy wechselst du die Stufe auch direkt im Vollbild-Player über die Bitrate-Anzeige.

Fürs Auto gibt es eine eigene Qualitätsstufe (Benutzer-Einstellungen → Wiedergabe → Android Auto). So hörst du unterwegs im Mobilfunk sparsamer als zu Hause im WLAN.

Lautheits-Normalisierung

Tunetorch misst jeden Titel nach EBU R128 und gleicht ihn bei der Wiedergabe auf −16 LUFS an. Laute Titel werden leiser, und anders als bei vielen anderen Playern werden auch leise Titel lauter. Eine eingeplante Reserve sorgt dafür, dass dabei nichts übersteuert.

Wann gemessen wird: Beim Hochladen und Importieren sofort. Bei einem schreibgeschützt eingehängten Ordner erst, wenn der Titel zum ersten Mal läuft, egal ob in der App, im Browser oder beim Casting. Der Wert wird gespeichert, jeder Titel wird also nur einmal gemessen. Der erste Start dauert dafür etwas länger. Wer das lieber auf einmal erledigt, lässt den Wartungs-Task Lautheit messen einmal durchlaufen.

Zwei Details, die den Unterschied machen:

Die Normalisierung kannst du abschalten: in den Benutzer-Einstellungen (Wiedergabe → Lautstärke) oder direkt am Player über die Anzeige „LUFS“.

Equalizer

Den 10-Band-Equalizer öffnest du am Player über die Anzeige „EQ“ (am Desktop erscheint sie, wenn du mit der Maus über das Cover fährst) oder unter Benutzer-Einstellungen → Wiedergabe → Equalizer mit „Regler anzeigen“.

Sieben Profile sind vorgegeben: Flat, Bass Boost, Vocal / Podcast, Rock, Electronic / Club, Classical, Acoustic. An ihnen lassen sich die Regler nicht verstellen. Für eigene Einstellungen legst du mit Neu ein eigenes Profil an, davon so viele du willst.

Eigene Profile liegen wie alle Einstellungen auf dem Server und gelten damit auf jedem Gerät.

Aussetzerfreie Wiedergabe

Jeder Titel wird vor dem Start vollständig auf das Gerät geladen und von dort abgespielt, statt während der Wiedergabe nachzuladen. Deshalb stottert Tunetorch auch bei wackeliger Mobilfunkverbindung nicht.

Hat der laufende Titel 80 % erreicht, lädt der nächste im Hintergrund vor. Der Wechsel geht dadurch praktisch ohne Verzögerung.

Pausen von außen bleiben Pausen. Egal ob du über die App, den Kopfhörer (auch über die Gesprächserkennung moderner Earbuds) oder den Sperrbildschirm pausierst: Der Player spielt nicht von selbst weiter.

Audio-Puffer

Unter Benutzer-Einstellungen → Wiedergabe → Audio-Verarbeitung wählst du die Puffergröße in vier Stufen: Automatisch, 0,3 s (Standard), 0,5 s oder 0,75 s.

Ein größerer Puffer beugt Aussetzern über Bluetooth vor, dafür reagiert der Equalizer etwas träger. Knackst es über Bluetooth, ist das die richtige Stellschraube.

Übergang zwischen Titeln

Unter Wiedergabe → Playlist legst du fest, wie der nächste Titel anschließt:

Kopfhörer, Sperrbildschirm und Hardware-Tasten

Tunetorch arbeitet mit der Mediensteuerung des Betriebssystems zusammen. Bluetooth- und Hardware-Tasten steuern Play/Pause, Vor, Zurück und die Position. Sperrbildschirm und Kopfhörer-Display zeigen Titel, Interpret, Album und Cover. Stehen mehrere Namen in der Interpretenzeile, erscheint dort der vollständige Credit („Beth Hart & Joe Bonamassa“), genau wie in der App. Gastbeiträge, die nur als Zusatz dahinterstehen, werden dort nicht angezeigt. Tags stehen in eckigen Klammern hinter dem Titel („… [Live]“).

Für durchgehende Wiedergabe bei gesperrtem Bildschirm auf Android gibt es die Android-App. Sie spielt unabhängig vom Browser weiter, auch wenn Android Hintergrund-Apps sonst gern beendet. Siehe App, PWA & Offline.

Smartwatches

Die Android-App funktioniert auch mit der Medienkarte einer gekoppelten Uhr: Titel, Interpret und Cover erscheinen am Handgelenk, und du steuerst Play/Pause und Vor/Zurück von dort. Getestet ist das mit der Pixel Watch. Uhren anderer Hersteller steuern die Wiedergabe ebenfalls, zeigen aber je nach Begleit-App unterschiedlich viel an. Die Bibliothek durchsuchen kannst du von der Uhr aus nicht, das geht nur in der App und in Android Auto.

Bildschirmschoner

Gehört zu Tunetorch Pro. Der Bildschirmschoner legt sich als Vollbild über Tunetorch und zeigt zur laufenden Musik eine Visualisierung. Du startest ihn über ein Bildschirm-Symbol am Cover im Player: am Desktop oben rechts auf dem Cover (es erscheint zusammen mit den Flags Format · Bitrate · LUFS · EQ, wenn du mit der Maus darüberfährst), auf dem Handy unter diesen Flags neben dem Cover im Wiedergabe-Fenster. Während du auf einen anderen Lautsprecher castest, gibt es ihn nicht.

Bedienung im Bildschirmschoner:

In der Android-App blendet der Bildschirmschoner Status- und Navigationsleiste aus (ein Wisch vom Rand holt sie kurz zurück), und die Zurück-Taste beendet ihn. Die Daten für die Visualisierungen liefert dort die App selbst, abgegriffen hinter dem Equalizer und ohne Mikrofon-Berechtigung. Ältere App-Versionen können das noch nicht: Dort reagieren nur Cover-Ambient und Nacht-Modus auf die Musik, die übrigen fallen aus.

Im unteren Bereich steht in einer halb durchsichtigen Box die Titelanzeige mit drei Zeilen: Titel, Album (Jahr) und Interpret, links daneben das Cover. Die Tags des Titels stehen, falls er welche hat, in einer vierten Zeile darunter. Beim Titelwechsel leuchtet sie kurz auf. Auf Wunsch erscheint sie nur dann, für ein paar Sekunden, und verschwindet wieder (s. Einstellungen). Auf Wunsch steht oben die Uhrzeit. Titelanzeige und Uhr können langsam hin und her wandern, damit sich auf einem OLED-Bildschirm nichts einbrennt — beide oder keine (s. Einstellungen). Wechselst du die Visualisierung über die Leiste, steht ihr Name fünf Sekunden lang oben in der Mitte; beim automatischen Wechsel nicht. Pausierst du, bleibt der Bildschirmschoner offen und das Bild beruhigt sich.

Die acht Visualisierungen

VisualisierungWas du siehst
Cover-AmbientDas große Cover mit langsamer Kamerafahrt über einem Farbverlauf aus seinen Farben. Es glüht mit Bass und Schlag und pulsiert auf Wunsch im Takt
SpektrumBalken über die Frequenzen von tief (links) bis hoch (rechts), mit fallenden Spitzenmarken. Jeder Balken läuft nach oben in eine zweite Farbe aus — je höher der Ausschlag, desto deutlicher
Spektrum CoverDas Spektrum als Kranz um das runde Cover mit weichem Lichtschein. Die Strahlen laufen wie die Balken nach außen in eine zweite Farbe aus. Das Cover dreht sich einmal pro Titel, eine Umdrehung dauert so lange wie das Stück. Auf Wunsch hüpft es im Takt
OszilloskopEine ruhige, leuchtende Wellenform, deren frühere Kurven über gut zwei Sekunden verblassen. Die Farbe wechselt langsam von selbst
VektorskopLinks gegen rechts als Lissajous-Figur. Mono ist eine senkrechte Linie, breites Stereo eine Wolke. Frühere Figuren verblassen über fünf Sekunden, die Farbe wechselt langsam von selbst
PartikelBei jedem Schlag stößt die Mitte einen Schwarm aus, der Bass treibt ihn auseinander. Die Teilchen tragen drei Farben zugleich, die langsam durch den Farbkreis wandern
PolarlichtWie ein Nordlicht: wogende Lichtvorhänge, deren Strahlen nach oben verblassen und flackernd heller und dunkler werden. Die Farben wechseln langsam
Nacht-ModusFast schwarz, darüber ein ruhiges Aura-Leuchten: mehrere weiche Lichtflecken, die über den Schirm ziehen, heller und dunkler werden und langsam ihre Farbe wechseln. Läuft der Sleep-Timer, dunkelt er in der letzten Minute ganz ab

Die Farben kommen jeweils aus dem Cover des laufenden Titels; beim Farbwechsel ist es der Ausgangspunkt. Hast du in deinem System reduzierte Bewegung eingestellt, laufen nur Cover-Ambient (ohne Kamerafahrt) und der Nacht-Modus.

Einstellungen

Unter Einstellungen → Darstellung → Bildschirmschoner wählst du eine oder mehrere Visualisierungen; ab Werk sind alle ausgewählt. Wählst du mehrere, wechseln sie sich ab: bei jedem Titelwechsel oder alle 1, 2, 5 oder 10 Minuten (ab Werk jede Minute), der Reihe nach oder zufällig (ab Werk zufällig). Beim Wechsel blenden sie ineinander über. Dazu kommen fünf Schalter: Titelanzeige dauerhaft zeigen (ab Werk an; aus erscheint sie nur ein paar Sekunden beim Titelwechsel), Cover in der Titelanzeige (ab Werk an), Uhr anzeigen (ab Werk aus), Titel und Uhr wandern lassen (ab Werk aus; bei reduzierter Bewegung bleiben beide trotzdem stehen) und Cover im Takt hüpfen lassen für „Spektrum Cover" und „Cover-Ambient" (ab Werk aus). Das alles gilt für dein Konto auf allen Geräten.

Automatisch starten gilt dagegen nur auf diesem Gerät und ist ab Werk aus. Ist es an, startet der Bildschirmschoner nach 1, 2, 5, 10, 15 oder 30 Minuten ohne Eingabe (Voreinstellung: 5 Minuten), aber nur, solange Musik läuft und kein Dialog oder Editor offen ist. Damit das System das Display nicht vorher ausschaltet, hält Tunetorch es wach, solange der automatische Start an ist und Musik läuft. Das kostet Akku. Nach zehn Minuten Pause darf sich das Display wieder abschalten.

Läuft dein Pro-Abo aus, lässt sich der Bildschirmschoner nicht mehr starten. Deine Auswahl bleibt gespeichert und gilt sofort wieder, sobald Pro zurück ist.

Instant-Load und Datenbank abgleichen

Die komplette Bibliothek liegt zwischengespeichert im Browser. Rufst du Tunetorch wieder auf, ist sie sofort da, ohne auf den Server zu warten. Ist der Stand älter als eine Stunde, holt Tunetorch im Hintergrund den neuen. Außerdem fragt Tunetorch nach, sobald du zur App zurückkehrst (Tab oder Fenster wieder im Vordergrund), höchstens alle fünf Minuten. Bis der neue Stand da ist, bleibt die bisherige Ansicht stehen.

Willst du eine Änderung sofort sehen: Benutzer-Einstellungen → Erweitert → Datenbank → Datenbank abgleichen.

Debug-Modus und Debug-Protokoll

Für die Fehlersuche gibt es unter Erweitert → Entwicklung einen Debug-Modus. Er schreibt Aktionen, Anfragen an den Server und Ereignisse des Players farbig in die Browser-Konsole, mit Zeitstempeln auf die Millisekunde.

Beim Player lässt sich damit der ganze Weg der Wiedergabe verfolgen: das Vorladen des nächsten Titels, ob die Lautheitswerte rechtzeitig da waren, die Lautstärke-Angleichung im Klartext („Titel soll um +6 dB angehoben werden, wegen Clipping-Schutz nur +0,5 dB“) und Unterbrechungen.

Die letzten 250 Ereignisse werden außerdem auf dem Gerät gespeichert. Du kannst sie direkt in den Einstellungen ansehen und als JSON-Datei herunterladen. So lässt sich zum Beispiel ein Abbruch im Hintergrund auf dem Handy nachstellen und das Protokoll weitergeben, ohne dass jemand Remote-Debugging einrichten muss. Ab Werk ist der Modus aus.

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